Der Tagesspiegel : Spendenaktion für Opfer rechter Gewalt Tagesspiegel-Leser helfen Orazio Giamblanco

Frank Jansen

Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend: Leser des Tagesspiegels haben seit Mitte Dezember für den Italiener Orazio Giamblanco, ein schwer behindertes Opfer rechter Gewalt, knapp 7400 Euro gespendet. Das meiste Geld ging auf einem speziellen Konto des Opferhilfevereins „Weißer Ring“ ein. Dem Tagesspiegel wurden ein Scheck und Bargeld geschickt. Die Spenden wurden und werden dem in Bielefeld lebenden Giamblanco ohne jeden Abzug übergeben.

Im September 1996 schlug in der Kleinstadt Trebbin (südlich von Berlin) ein rechtsextremer Skinhead seine Baseballkeule gegen Giamblancos Kopf. Seitdem leidet der Italiener unter spastischer Lähmung, Sprachstörungen, Depressionen und weiteren Beschwerden. Betroffen sind auch seine Lebensgefährtin, die Griechin Angelica Berdes und ihre Tochter Efthimia. Angelica Berdes gab nach dem rechtsextremen Überfall ihre Arbeit auf, um Giamblanco zu pflegen. Die zierliche Frau ist inzwischen selbst physisch und psychisch stark angeschlagen, gibt aber nicht auf. Der Tagesspiegel berichtet seit Anfang 1997 Jahr für Jahr, wie es Giamblanco und den beiden Frauen geht.

Die Spendenaktion von Tagesspiegel und Weißem Ring geht weiter. Wer Orazio Giamblanco, seiner Lebensgefährtin und ihrer Tochter helfen möchte, kann auf das Konto des Weißen Rings einzahlen. Die Kontonummer lautet: 34 34 34 . Das Konto mit dem Stichwort „Orazio“ ist bei der Deutschen Bank Mainz (Bankleitzahl 550 700 40) eingerichtet. Wer eine Spendenquittung haben möchte, kann sich schriftlich an den Weissen Ring wenden: Landesbüro Berlin, Augustaplatz 7 in 12 203 Berlin. Der Tagesspiegel dankt allen Lesern, die Orazio Giamblanco sowie Angelica und Efthimia Berdes mit einer Spende unterstützen.

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