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Biathlon : Arnd Peiffer erleidet schwere Gehirnerschütterung und Prellungen

Arnd Peiffer stürzte in der Biathlon-Verfolgung von Presque Isle schwer, die Fernsehbilder ließen Schlimmes befürchten. Der Staffel-Weltmeister wurde mit einer schweren Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus gebracht.

Arnd Peiffer beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding.
Arnd Peiffer beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding.Foto: dpa

Große Sorge um Biathlon-Ass Arnd Peiffer: Nach einem schweren Sturz bei der WM-Generalprobe in Presque Isle muss der Staffel-Weltmeister vielleicht um seinen WM-Start bangen. In der letzten Runde der Weltcup-Verfolgung kam der Harzer am Freitag in einer Abfahrt auf einer Eisplatte zu Fall, durchschlug den provisorischen Fangzaun und knallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Dabei zog sich der 27-Jährige eine schwere Gehirnerschütterung, Prellungen im Brustbereich und blutige Schürfwunden im Gesicht zu. „Die medizinische Versorgung vor Ort war erstklassig. Arnd braucht jetzt ein paar Tage“, sagte Mannschaftsarzt Klaus Marquardt in einer Pressemitteilung des Deutschen Skiverbandes am späten Freitagabend. „Stand heute gehen wir davon aus, dass er am Montag mit der Mannschaft nach Hause fliegen kann.“

In der letzten Runde der Verfolgung war der Harzer am Freitag in einer langen Abfahrt von der Strecke abgekommen und kopfüber mit voller Wucht gegen einen Baum geprallt. Peiffer war zunächst kurz bewusstlos, kam dann aber schnell wieder zu sich. „Der Schnee war voller Blut. Aber er ist ansprechbar, wurde im Nackenbereich stabilisiert“, berichtete Disziplintrainer Andi Stitzl, der als einer der ersten zum Unfallort geeilt war, der ARD.

Peiffer wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Und deshalb war beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade das Ergebnis im letzten Einzelrennen vor der WM in Oslo (3. bis 13. März) für die deutschen Skijäger längst in den Hintergrund gerückt. Es einte alle die Sorge um Peiffer, der zum Zeitpunkt seines Sturzes trotz eisiger Temperaturen von minus 16 Grad als bester Deutscher auf Kurs Top Ten lag.

Zunächst war Schlimmes zu befürchten

„Ich habe ihn im Eck liegen sehen. Das ist erstmal erschreckend“, sagte Benedikt Doll dem ARD-Hörfunk. Er wurde als Zwölfter bester Deutscher, hatte aber aufgrund von zu vielen Schießfehlern wie seine Kollegen keine Chance auf eine Top-Platzierung. Und Lesser (13.) meinte: „Arnd war vor mir aus dem Schießstand rausgelaufen, und da sah er richtig gut aus. Und mit einmal liegt er da reglos in der Ecke. Da hatte man Angst, ob da vielleicht nicht ein bisschen mehr passiert ist.“

Nachdem Staffel-Weltmeister Peiffer zunächst benommen liegen blieb, war Schlimmes zu befürchten. Nach ein paar Minuten konnte er sich bewegen und angelehnt an den Baum hinsetzen, zitterte aber angesichts des Schocks. Danach legten ihm Sanitäter eine Halsmanschette an. Er wurde dann auf einer Trage festgeschnallt und abtransportiert. „Von einem Fangzaun kann man da aber auch nicht sprechen“, mahnte Stitzl. Das Provisorium mildete nichts von der Wucht des Sturzes ab.

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Weil der gesundheitlich leicht angeschlagene Simon Schempp am Freitag bereits nach Hause fliegt, hat Bundestrainer Mark Kirchner für die Staffel-WM-Generalprobe am Samstag (20.20 Uhr/ARD und Eurosport) nur noch Lesser, Doll, Andreas Birnbacher und Daniel Böhm zur Verfügung. Schempp hatte wegen Problemen mit den Bronchien bereits auf den Sprint und damit die Verfolgung verzichtet. (dpa)

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