Borussia Dortmund - SC Freiburg 3:1 : Shinji Kagawas umjubelte Heimkehr

Borussia Dortmund gewinnt gegen den SC Freiburg trotz holpriger erster halber Stunde deutlich, weil Neuzugang Shinji Kagawa die Handbremse löste.

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Der verlorene Sohn kehrt zurück: Shinji Kagawa traf gleich bei seinem ersten Bundesligaspiel nach seiner Rückkehr.
Der verlorene Sohn kehrt zurück: Shinji Kagawa traf gleich bei seinem ersten Bundesligaspiel nach seiner Rückkehr.Foto: rtr

Kurz vor dem Anpfiff erreichten die Gesänge der Dortmunder Anhänger Höchstlautstärke: „Kagawa Shinji“ schallte es durch das Stadion. Der Besungene lächelte beim Warmlaufen und winkte schüchtern zurück. Tagelang hatte die Rückkehr des 25 Jahre alten Japaners die Stadt in Wallung versetzt, jetzt stand er also wieder auf dem Rasen. Und vor 80 200 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion gelang Shinji Kagawa mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 auch gleich ein gelungener Einstand. Am Ende schlug der Borussia Dortmund den SC Freiburg 3:1 (2:0). Eine klare Angelegenheit war das Kräftemessen für den Vizemeister aber nicht über die gesamte Spielzeit.

Die erste Chance hatte das Gästeteam von Trainer Christian Streich, als sich Admir Mehmedi gleich in der ersten Minute auf und davon machte, aus spitzem Winkel jedoch an BVB-Torhüter Roman Weidenfeller scheiterte. Die Gastgeber taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Viel war es nicht, was die Borussia in der holprigen ersten halben Stunde bot. In der Rückwärtsbewegung zeigte das Team von Trainer Jürgen Klopp diverse Wackler, Sokratis sah Gelb, als er einen Fehlpass von Adrian Ramos mit einem taktischen Foul bereinigte. Auch in den Offensivaktionen fehlte die Präzision, und so plätscherte das Spiel müde vor sich hin.

34. Minute: Shinji Kagawa kommt an den Ball, schnelle Drehung, Außenristpass, zwei weitere Ballkontakte, Tor

Das änderte sich in der 34. Minute, als Kagawa an den Ball kam: schnelle Drehung, Außenristpass in den Lauf von Kevin Großkreutz, der spielte auf Ramos – Tor. Großkreutz, Ramos und Henrich Mchitarjan hätten das Ergebnis deutlicher gestalten können, doch dieses Privileg blieb dem Rückkehrer vorbehalten: In der 41. Minute ließ Mchitarjan den flachen Pass von Ramos passieren, der hinter ihm postierte Kagawa verwandelte.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte agierte der BVB weiter schwungvoll, doch die erste Chance hatten erneut die Freiburger. Beim Kopfball von Jonathan Schmid musste sich Weidenfeller strecken, um den Anschlusstreffer zu verhindern. In der Folgezeit beschränkte sich der BVB darauf, gegen immer mehr nachlassende Freiburger das Ergebnis zu verwalten. In der 64. Minute holte sich Kagawa letzte Huldigungen ein, als er mit Krämpfen vom Feld ging.

Für ihn kam Ciro Immobile, der sich auch gleich eine Chance erarbeitete, jedoch in die Arme von Freiburgs Keeper Roman Bürki schoss. Wie man eine Chance eiskalt nutzt, zeigte der eingewechselte Pierre-Emerick Aubameyang: In der 78. Minute machte er sich nach einem Fehler von Christian Günter auf und lupfte den Ball zum 3:0 ins Tor. Das Spiel war gelaufen, der Ehrentreffer für Freiburg durch Oliver Sorg brachte niemanden mehr aus der Ruhe.

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