• Die Trophäe bleibt auf dem Küchentisch Golfer Harrington siegt erneut bei British Open

Sport : Die Trophäe bleibt auf dem Küchentisch Golfer Harrington siegt erneut bei British Open

Petra Himmel

Southport - Der Claret Jug steht seit einem Jahr auf seinem Küchentisch. Wann immer er zu Hause in Dublin war, hat Padraig Harrington sich die silberne Trophäe angesehen, die er im vergangenen Jahr nach seinem Sieg bei der British Open in Carnoustie bekam. Er kann den Anblick ein weiteres Jahr genießen: Am Sonntagabend hat der Ire mit einer 69er Runde seinen Erfolg wiederholt. Nach Arnold Palmer, Lee Trevino, Tom Watson und Tiger Woods ist er der vierte Spieler, dem dies in den vergangenen 50 Jahren gelang.

Harringtons Start in die Woche war unglücklich: Sein rechtes Handgelenk hatte er sich bei einer Übungseinheit verletzt. Trotzdem ist ihm dieser Sieg viel leichter gefallen als der hart umkämpfte Erfolg 2007, als Harrington nach einem völlig verpatzten 18. Loch ins Playoff mit Sergio Garcia musste und erst in der Verlängerung gewann. „In dieser Woche werde ich auf jeden Fall versuchen so zu tun, als sei ich nicht der British-Open-Champion“, hatte der 36-Jährige vor Beginn des Turniers vorsichtshalber angekündigt.

Diesmal war sein Spiel weitgehend souverän, vielleicht auch deshalb, weil es nicht er, sondern sein Spielpartner Greg Norman war, der mit dem höchsten Erwartungsdruck zu kämpfen hatte. Der Traum des 53-Jährigen, der mit einem Sieg in Royal Birkdale als ältester Major-Sieger aller Zeiten in die Geschichte eingegangen wäre, nahm aber relativ schnell ein Ende. Wo der Australier drei Tage aggressiv und sicher abgeschlagen hatte, verpfuschte ihm diesmal die Nervosität Drive um Drive. Elf Löcher in Folge traf er an keinem der Löcher ein Fairway, kassierte drei Bogeys auf den ersten drei Bahnen und absolvierte die Hälfte der Runde in 38 Schlägen. Nur kurze Zeit, an den zwei Bahnen elf und 12, teilte er sich noch einmal mit Harrington die Führung.

Für die Deutschen verlief das Turnier allerdings noch viel schlechter: Martin Kaymer wurde nur 80., Alexander Cejka war am Cut gescheitert. Petra Himmel

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