Sport : Jobgarantie abgelaufen

Hansa Rostock rückt von Trainer Frank Pagelsdorf ab

Kerstin Hebeler

Rostock - Eine glückliche Figur machen Trainer Frank Pagelsdorf und Hansa Rostock seit längerem nicht. Beide wirken bei öffentlichen Auftritten zumeist auffallend rat- und emotionslos. Dennoch musste der an der Küste verehrte Trainer bislang nicht um seinen Job bangen. Das scheint sich jetzt geändert zu haben. Nach der Heimniederlage am Wochenende gegen den Hamburger SV wächst beim stark abstiegsbedrohten Bundesligisten die Kritik an dem 50-Jährigen.

Anders als in der Vergangenheit lässt die Vereinsführung erstmals erkennen, dass sie nicht mehr vorbehaltlos hinter dem im August 2005 zurückgeholten und bis 2009 vertraglich gebundenen Chefcoach steht. Man werde „die drei Spiele definitiv mit Frank Pagelsdorf zu Ende spielen und danach die Saison analysieren“, sagte Klubchef Dirk Grabow dem „kicker“. Noch vor wenigen Wochen hatte Grabow dem Trainer eine Jobgarantie gegeben.

Die Darbietungen des Teams werfen die Frage auf, ob Pagelsdorf seine Mannschaft noch erreicht. „Bei einem Abstieg ist die Zukunft aller, die Verantwortung tragen, offen“, sagte Aufsichtsratschef Horst Klinkmann. Es ist jedoch nicht abwegig, dass Pagelsdorf selber um Auflösung des Vertrags bittet. Dass er als Nachfolger von Thomas Doll bei Borussia Dortmund im Gespräch ist, haben zwar beide Seiten dementiert. Dennoch lässt Pagelsdorf ein klares Bekenntnis zu seiner Zukunft in Rostock vermissen. Auf die Frage, ob er auch im Abstiegsfall bleibt, antwortete er: „Dazu lässt sich momentan nichts sagen.“ Kerstin Hebeler

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