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Skisprung-Trainer Schuster : Der Psychologe aus Österreich

30.12.2012 15:56 Uhrvon
Springer kommt. Werner Schuster schwenkt seit 2008 die deutsche Flagge. Foto: dpaBild vergrößern
Springer kommt. Werner Schuster schwenkt seit 2008 die deutsche Flagge. - Foto: dpa

Werner Schuster hat die deutschen Skispringer zurück in die Weltspitze geführt. Seit der Österreicher 2008 seine Aufgabe im DSV übernommen hat, ist das gesamte Förderungs- und Nachwuchssystem umgekrempelt worden.

Im Frühjahr 2010 erlebte Horst Hüttel seine bisher schwersten Tage im Amt als Sportlicher Leiter der Disziplin Skisprung im Deutschen Skiverband. „Fünf Wochen nach den Olympischen Spielen von Vancouver war unsere Form weg und wir sind komplett zerrissen worden.“ Beim Weltcupspringen in Oslo kam kein einziger deutscher Springer in den zweiten Durchgang der besten 30. Horst Hüttel aber hielt an seinem Bundestrainer Werner Schuster fest – und sieht sich heute bestätigt: „Jetzt fügen sich ein paar Dinge zusammen, auf die man vier Jahre hingearbeitet hat.“

Wenn am Sonntag (16 Uhr, live im ZDF) in Oberstdorf die Vierschanzentournee startet, zählen die deutschen Springer erstmals seit langem wieder zu den Mitfavoriten.

Severin Freund kann sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen, der 17 Jahre alte Andreas Wellinger und Richard Freitag könnten bei der Vergabe der Podestplätze oder den Tagessiegen eine Rolle spielen. So zahlreich erstarkt ist die junge deutsche Skisprung-Mannschaft, dass sogar der Olympiasieger Stephan Hocke für sich keine sportliche Chance mehr sieht und nun mit 29 Jahren seine Karriere beendet hat.

„Wir haben eine produktive Teamdynamik, die uns erstmalig auch realistische Chancen gibt, bei der Vierschanzentournee nicht zu reagieren, sondern zu agieren“, sagt Bundestrainer Werner Schuster. Der 44 Jahre alte Österreicher steht hinter der Rückkehr der deutschen Mannschaft in die Weltspitze. Das weiß auch der Cheftrainer der seit Jahren dominierenden österreichischen Skispringer, wenngleich Alexander Pointner sein Lob etwas süffisant ausdrückt: „Der Wissenstransfer aus Österreich ist mit Sicherheit in Deutschland angekommen.“ Schusters Vorgesetzter hingegen schwärmt offen von dessen Fachkompetenz und seinem Gespür für Situationen und Talente. „Er wackelt nicht von einem Monat hin und her, sondern verfolgt klare Ziele“, sagt Horst Hüttel, „und er zeigt die Bereitschaft, sich Experten ins Team zu holen und sagt nicht: Ich weiß alles.“

Seit Schuster 2008 seine Aufgabe im DSV übernommen hat, ist das gesamte Förderungs- und Nachwuchssystem umgekrempelt worden. Eine Arbeit, die sich in dieser Saison erstmals wirklich auszahlt. „Das Wichtige an den Erfolgen der Nachwuchsspringer Andreas Wellinger und Karl Geiger ist, dass sie uns zeigen, dass man mit unserem deutschen System Weltklasse werden kann“, sagt Hüttel.

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