Wintersport : Pause nach dem Überschlag

Bei der Biathlon-WM schaut Magdalena Neuner über 15 km nur zu. Sie war bei der Schlussabfahrt im Verfolgungsrennen gestürzt und hat seitdem mit Rückenschmerzen zu kämpfen.

Andreas Morbach

Pyeongchang – Als die Unfallspuren behandelt waren, nahm sich Magdalena Neuner am Morgen danach erst einmal selbst auf den Arm. „So einen schönen Sturz, mit einem richtigen Überschlag, habe ich in meiner Karriere noch nie hingelegt“, sagte die 22-Jährige. Sie war bei der Schlussabfahrt im Verfolgungsrennen gestürzt, was ihr eine bessere Platzierung als Rang elf verwehrte. Sie habe allerdings sowieso nie das Gefühl gehabt, „dass ich eine Medaille gewinnen könnte“, sagte Neuner, die nachts mit Rückenschmerzen als Folge des Sturzes zu kämpfen hatte.

Bei dieser WM hat es für die Gesamtweltcup-Dritte und sechsfache Weltmeisterin der letzten Jahre mit „zwei mittelmäßigen Rennen“ bislang nur für die Ränge acht und elf gereicht. Nun hat Bundestrainer Uwe Müssiggang ihr erst einmal eine Pause verordnet. Er nominierte für das Einzelrennen über 15 Kilometer am Mittwoch Neuners Zimmerkollegin Kathrin Hitzer als vierte DSV-Starterin neben Kati Wilhelm, Andrea Henkel und Martina Beck. „Das ist okay so, übermäßig traurig bin ich nicht“, kommentierte die Weltcup-Führende in dieser Disziplin die Entscheidung des Cheftrainers. Nun hofft Neuner darauf, wie im Vorjahr über einen Erfolg mit der Mixed-Staffel am Donnerstag zum Ende der Veranstaltung doch noch rechtzeitig in Form zu kommen. In Östersund gewann sie 2008 nach der gemischten Staffel am zweiten WM-Wochenende schließlich auch noch Gold im Massenstart und mit der Frauenstaffel.

Allerdings kann Magdalena Neuner ihre enorme Schnelligkeit, sonst ihr großes Plus, bislang noch nicht wie gewohnt ausspielen. „Läuferisch könnt’s besser sein“, gesteht Neuner und sagt mit gebremster Zuversicht: „Ich hoffe, dass ich doch noch reinkomme in diese kuriose WM.“

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