WM 2014 im Live-Blog : England in Not - aber Mario Balotelli will helfen

Am achten WM-Tag verlieren die Engländer gegen Uruguay und könnten Spanien schon bald nach Hause folgen. Entspannt geht es bei der deutschen Mannschaft zu, bei der Elfenbeinküste fließen Tränen und nichts geht bei Japan und Griechenland.

von , und
Endlich getroffen, doch am Ende hilft das erste WM-Tor von Wayne Rooney England gegen Uruguay nicht weiter.
Endlich getroffen, doch am Ende hilft das erste WM-Tor von Wayne Rooney England gegen Uruguay nicht weiter.Foto: AFP

02.10 Uhr: Und das war es dann mal wieder von einem ereignisreichen WM-Tag. Zwei schöne Spiele hat es gegeben, dazu wirkte das WM-Aus der Spanier noch nach und bei der deutschen Mannschaft freut sich Per Mertesacker auf ein besonderes Jubiläum. Am Freitag gibt es dann die Spiele Italien - Costa Rica (18 Uhr), Schweiz - Frankreich (21 Uhr) und Honduras - Ecuador um Mitternacht. Unser Live-Blog zum WM-Tag startet natürlich wieder früh am Morgen. Bis dahin noch ein paar erholsame Stunden. Gute Nacht!

02.00 Uhr: Keine Tore nach 90 und ein paar Minuten in Natal. Das freut wenigstens die Kolumbianer, die stehen nämlich nun bereits im WM-Achtelfinale. Einen Spielbericht zur Nullnummer zwischen Japan und Griechenland gibt es hier.

01.05 Uhr: Die vorhin geschilderten Proteste in Sao Paulo sind nicht friedlich geblieben. Es sei zu Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen, berichtet die Deutsche Presseagentur. Maskierte Demonstranten zündeten Feuerwerkskörper, zahlreiche Luxus-Autos wurden demoliert. Die Randalierer rissen zudem Mülleimer aus den Verankerungen und zündeten den Müll auf der Straße an. Die Polizei setzte im Gegenzug Tränengas ein. Über mögliche Verletzte oder Festnahmen gab es zunächst keine Angaben.

Proteste in Sao Paulo. Erst friedlich, dann heftig.
Proteste in Sao Paulo. Erst friedlich, dann heftig.Foto: AFP

00.50 Uhr: Japaner und Griechen tun sich in Natal schwer mit dem in Brasilien so beliebten schönen Spiel. Statt dessen wird der Einsatz übertrieben, Kostas Katsouranis hat den Platz schon vor der Pause nach wiederholtem Foulspiel verlassen. Noch aber steht es 0:0, Japan hält nun aber alle Trümpfe in der Hand.

00.10 Uhr: Mario Balotelli freut sich schon darauf, England vielleicht doch noch ins Achtelfinale zu verhelfen. Sollte es dazu kommen, hat der italienische Stürmer ganz klare Vorstellungen von seiner Belohnung. Ein Kuss von der Queen auf die Wange muss es schon sein. Wobei ein Sieg gegen Costa Rica jetzt das englische Problem noch nicht lösen würde. Ein weiterer Erfolg der Italiener gegen Uruguay müsste noch dazu kommen.

23.50 Uhr: Während des WM-Spiels Uruguay gegen England haben zahlreiche Menschen im Spielort São Paulo für kostenlose Fahrtickets in öffentlichen Bussen und Bahnen demonstriert. Sie blockierten zeitweise die zentrale Einkaufs- und Bankenmeile Avenida Paulista, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Nach Medienberichten wurden an mindestens vier Bankfilialen die Schaufenster eingeworfen. An dem Protestmarsch nahmen nach ersten Schätzungen am Donnerstag über 1000 Menschen teil. Die Aktion wurde von der Gruppe "Movimento Passe Livre" (MPL) organisiert, die sich für einen Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr einsetzt.

23.40 Uhr: Einen haben wir noch an diesem WM-Tag. Japan spielt in Gruppe C gegen Griechenland. Beide Mannschaften sind mit Niederlagen in die WM gestartet. Die Ausgangsposition ist also ähnlich wie eben bei Uruguay und England. Ob es auch so ein gutes Spiel gibt? In unserem Ticker können Sie wieder live mit dabei sein.

23.00 Uhr: Suarez 2, Rooney 1 - Uruguay schickt England wohl nach Hause. Den Spielbericht zum Duell der Weltmeister von Sven Goldmann finden Sie hier.

22.00 Uhr: Seine Tränen rührten viele Zuschauer. Geoffroy Serey Die weinte während der Hymne der Elfenbeinküste vor dem Spiel gegen Kolumbien. Der Grund: zwei Stunden vor dem Anpfiff war sein Stiefvater gestorben, der nach dem Tod seines leiblichen Vaters 2004 die Vaterrolle übernommen hatte.

Weinte vor dem Anpfiff, weil sein Stiefvater verstarb: Geoffroy Serey Die.
Weinte vor dem Anpfiff, weil sein Stiefvater verstarb: Geoffroy Serey Die.Foto: Reuters

21.47 Uhr: Halbzeit bei Uruguay gegen England. Und die Südamerikaner führen zur Halbzeit durch ein Tor von Luis Suarez. Der ist mit dem FC Liverpool gerade Torschützenkönig in England geworden.

20.53 Uhr: Gleich geht's los in Sao Paulo. Das Spiel Uruguay gegen England gibt es natürlich wieder live in unserem Ticker.

20.45 Uhr: Ein Winterspiel gibt es gleich in Sao Paulo. Bei nur zwölf Grad treffen die Ex-Weltmeister Uruguay und England aufeinander. Während die "Urus" dabei auf Luis Suarez hoffen, der heute in der Startelf steht, dreht sich bei England mal wieder alles um Wayne Rooney. Dabei ist das Tor für den Stürmer bei Weltmeisterschaften immer vernagelt. Kit Holden hat sich dem Phänomen Rooney angenähert.

20.30 Uhr: Auch Bundestrainer Joachim Löw hat das frühe Ausscheiden von Spanien bei der WM mit Interesse registriert. Im ARD-Hörfunk sagte er: "Ich war natürlich auch überrascht, dass die Spanier jetzt nach zwei Spielen
ausgeschieden sind. Ich halte Spanien noch für eine sehr gute Mannschaft mit klasse Spielern. Sie haben irgendwie den entscheidenden Moment im ersten Spiel versäumt, sie hätten das 2:0 machen müssen. Im Gegenzug bekommen sie das 1:1 und haben hoch verloren. Das hat ihnen womöglich psychologisch einen Knacks gegeben".

20.20 Uhr: Trikottausch beim ZDF - mitten im Spiel. Nachdem Oliver Welke dem Nebel von Rio zunächst mit einem weißen Oberteil nicht wirklich viel entgegensetzen konnte, trägt er mittlerweile schwarz. Und das gibt doch einen ganz anderen Kontrast, obwohl er auch ein bisschen dominant wirkt. Mal sehen, wann Oliver Kahn nachzieht. Er hat nun doch deutlich an Farbe im Vergleich zu seinem Mitmoderator verloren.

20.00 Uhr: Kolumbien auf dem Weg ins Achtelfinale. Angefeuert von rund 50.000 Fans in Brasilia besiegen die Südamerikaner die Elfenbeinküste 2:1 und haben nun sechs Punkte auf dem Konto. Didier Drogba bringt den Afrikaner diesmal kein Glück - und patzt sogar in der Defensive. Mehr im Spielbericht.

Ist der Ball zu groß, musst du draufsteigen.
Ist der Ball zu groß, musst du draufsteigen.Foto: AFP

19.25 Uhr: Auch das gibt es in Brasilien. Ein bekannter politischer Kolumnist ist auf einen Doppelgänger von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hereingefallen. Mario Sergio Conti führte auf einem Flug von Rio de Janeiro nach São Paulo ein "Exklusiv-Interview" mit einem Mann namens Vladimir Palomo, der Felipão sehr ähnlich sieht. Dieser gab sich als Scolari aus und seine wahre Identität zunächst nicht zu erkennen. Die Aussagen des "falschen Scolaris" erschienen auf Internetseiten der renommierten Tageszeitungen "O Globo" und "Folha S. Paulo" und des Portals UOL, die sich später gemeinsam mit Conti bei ihren Lesern für die Panne entschuldigten. Der Doppelgänger erzählte, dass die Niederlande, Deutschland und Italien die härtesten Konkurrenten auf dem Weg zum angestrebten sechsten WM-Titel Brasiliens seien. Er zeigte sich zudem überrascht vom Ausscheiden von Titelverteidiger Spanien und lobte Stürmer Neymar mit den Worten: "Wenn wir drei wie ihn hätten, wäre die WM eine beruhigende Sache."

19.10 Uhr: Die Fifa rätselt immer noch, wie es am gestrigen Abend vor dem Spiel Spanien gegen Chile zur Erstürmung des Pressezentrums im Maracanã durch etwa 100 chilenische Fans kommen konnte - und wie man ähnliche Aktionen künftig verhindern will. "Die Diskussionen laufen noch. Die Geschehnisse müssen genau bewertet werden. Wir hatten ein Meeting, um die Situation zu bewerten und um sicherzustellen, dass sich der Vorfall nicht wiederholt", sagte der für Sicherheit zuständige OK-Verantwortliche Hilario Medeiros. Fifa-Sicherheitschef Ralf Mutschke nannte den in der WM-Historie einmaligen Vorfall "beschämend" für den Weltverband. Die Fans aus Chile hatten zielsicher eine Schwachstelle in den Sicherheitsvorkehrungen entdeckt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Presseeingang in der riesigen Betonschüssel in Rio de Janeiro ist der einzige nicht von Metalldrehkreuzen versperrte Weg ins Maracanã. Außerdem liegt er an der Schnittstelle der Zuständigkeit staatlicher Polizeieinheiten außerhalb des Stadions und privater Sicherheitskräfte innerhalb der Arena. Insgesamt wurden 87 Personen von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die Chilenen sind mittlerweile wieder freigelassen, müssen Brasilien aber innerhalb von 72 Stunden nach der Festnahme verlassen - sonst droht ihnen die Abschiebung. Unser WM-Reporter Sven Goldmann erlebte die Szenen hautnah und war einigermaßen irritiert. Bei Twitter hat er das entsprechend festgehalten.

18.50 Uhr: Halbzeit in Brasilia. Bisher keine Tore zwischen Kolumbien und der Elfenbeinküste. Vom Spiel berichten wir natürlich hier im Live-Ticker wieder allumfassend für Sie.

18.23 Uhr: Der Fußball ist groß, aber so groß wie im Spiel Kolumbien - Elfenbeinküste sollte er nun doch nicht sein. Da muss erst mal Luft abgelassen werden oder wie es die Kollegen der Sportschau twittern: Nach Freistoßspray und Torlinientechnologie kommen jetzt große Bälle. Na dann mal los.

18.05 Uhr: Der Verhaltenskodex für die Fußballer bei dieser WM treibt zuweilen merkwürdige Blüten. So hat sich Hauptsponsor Sony bei der Fifa darüber beschwert, dass immer wieder Spieler mit Kopfhörern der Konkurrenz ins Bild gesetzt worden seien. Die Fifa hat nun reagiert und ein weiteres seltsames Verbot erlassen. Mehr dazu weiß Joachim Huber zu berichten.

62 Kommentare

Neuester Kommentar