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Spree und Neiße : Regen lässt Wasserstände leicht steigen

Der starke Regen am Sonnabend hat die Wasserstände in der Spree und in der Neiße im Süden Brandenburgs wieder leicht ansteigen lassen. Am Sonntag nähert sich eine kleine Hochwasserwelle aus Sachsen.

Eine kleine, abgeschwächte Hochwasserwelle nähere sich aus Sachsen, sagte am Sonntag eine Sprecherin des Hochwassermeldezentrums Cottbus. Es sei aber keine Situation wie vor einer Woche zu erwarten. Auf der Spree zwischen der Landesgrenze Sachsen und der Talsperre Spremberg wurde am Sonntag die niedrigste Alarmstufe 1 ausgerufen.

Der Pegel Spremberg war binnen 24 Stunden um 39 Zentimeter auf 3,10 Meter gestiegen und hatte damit den Richtwert für diese Stufe um 30 Zentimeter überschritten. In diesem Abschnitt werden die Wasserstände den Angaben zufolge weiter leicht steigen und möglicherweise kurzzeitig die Alarmstufe 2 erreichen.

Das Wasser wird jedoch durch die Talsperre Spremberg abgefangen, so dass es im Unterlauf kaum Auswirkungen geben wird. Seit dem Hochwasser vor einer Woche wird aus der Talsperre verstärkt Wasser abgelassen. Dadurch hat die Müggelspree von Fürstenwalde Richtung Berlin derzeit erhöhte Wasserstände, so dass für den unteren Abschnitt bis zu Landesgrenze Berlin ebenfalls die Alarmstufe 1 ausgerufen wurde.

Scheitel bewegt sich auf Brandenburg zu

Auf der Neiße hatte der Scheitel in der Nacht das sächsische Görlitz passiert und bewegte sich auf Brandenburg zu. Auch hier wurde höchstens Alarmstufe 1 erwartet. In Klein Bademeusel im Süden Brandenburgs stieg der Pegel von Samstag auf Sonntag erstmals seit Tagen wieder um neun Zentimeter an, lag mit 2,01 Metern aber weiter deutlich unter dem Richtwert für Alarmstufe 1 von 2,60 Metern.

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat wegen der erhöhten Fließgeschwindigkeit dringend davor gewarnt, Touren mit Paddelbooten oder Fahrten mit Kähnen an diesem Wochenende zu unternehmen. Betroffen sind vor allem die Regionen rund um Lübben, Schlepzig und Burg. In Lübbenau konnten dank des dortigen Schleusensystems die Touristenkähne starten, wenn auch oft mit einem Regendach. In Neu Lübbenau hatten zwei Paddler die Kraft des Wassers unterschätzt und waren mit dem Boot an einer Wehranlage umgekippt. Die Touristen konnten sich unverletzt ans Ufer retten.

In Berlin stiegen die Pegel von Spree und Dahme nur leicht an. Durch die erhöhten Wassermengen aus dem Spreewald nahm der Wasserstand um maximal 10 bis 20 Zentimeter zu. Das bereitet weder der Schifffahrt noch den Anrainern Probleme. Allerdings ist die Fließgeschwindigkeit der Stadtspree nach Auskunft des Umweltsenats auf 30 Zentimeter pro Sekunde gestiegen. Das ist doppelt so schnell wie normal. (Ste/ddp)

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