Boxen : Buga-Knospen: Die Schlotterhose

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"Elfenhandschuh" und "Venuswagen" wird sie im Volksmund genannt, in der Schweiz ist gar die Rede von der "Schlotterhose": Die Akelei hat viele Namen, in denen die gegensätzlichen symbolischen Bedeutungen der fast über die gesamte nördliche Halbkugel verbreiteten Pflanze deutlich werden. Sie alle wurzeln in der genauen Betrachtung der ungewöhnlich geformten Blüten, die bei fast allen Arten der Gattung mit langen Spornen versehen sind: Einerseits ist die Akelei das Attribut der alten germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya und der Liebesgöttin Venus und steht für die "Sexualkraft", andererseits wird der gesenkte Blütenkopf mit "Demut" und "Anbetung" assoziiert und gilt Christen als Symbol für die Sorgen der Jungfrau Maria. Heute weiß niemand mehr zu sagen, ob mit dem Dreiblatt-Ornament der gotischen Kirchenfenster einst Klee oder Akelei gemeint war.

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Die Bundesgartenschau in Potsdam Den Garten kann man durch wildes Aussamen bereichern: Wenn verschiedene Sorten der Akelei beieinander stehen, werden die Sämlinge immer wieder überraschend anders ausfallen. Aufgrund der schon sehr früh der Pflanze zugeschriebenen Heil- und Schutzkraft, die von heutigen Pharmakologen übereinstimmend verneint wird, galt die Akelei über lange Zeit hinweg als Unheil abwehrendes Zaubermittel.

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