Boxen : Lehrreiches Vergnügen: Spurensuche im Schnee

CLAUS-DIETER STEYER

CRIEWEN .Spurensuche im Schnee? Im Unteren Odertal rund um Schwedt war das gestern noch kein Problem.Von Tauwetter konnte keine Rede sein, zumal die Gegend am großen Fluß ohnehin ein eigenes Klima haben soll.Die geführte Winterwanderung durch den Nationalpark konnte also wie geplant stattfinden.Vorsorglich hatten sich die Naturwächter zwar ein Ersatzprogramm zurechtgelegt, doch dank des Winterwetters konnten Spuren im Schnee gesucht und erklärt werden.Die fachkundige Führung machte den Ausflug ins nur 80 Kilometer von Berlin entfernte Odertal nicht nur zum entspannenden, sondern auch lehrreichen Vergnügen.Fast jeden Tag und fast jedes Wochenende steht eine andere Tour auf dem Veranstaltungsplan, der gemeinsam von dem Naturschutzfonds Brandenburg, der Nationalpark-Verwaltung und der Nationalparkstiftung aufgestellt wurde.

Kein Großschutzgebiet stand in den letzten Monaten so im Mittelpunkt des Interesses wie der 106 Quadratkilometer große Nationalpark Unteres Odertal.Doch meist war nur vom erbitterten Streit zwischen Landwirten und Naturschützern die Rede.Doch davon sollte sich der Besucher nicht abschrecken lassen.Die herrliche Natur und die gerade zur Winterzeit absolute Ruhe lohnen auch die etwas längere Anreise.

Von Berlin aus bieten sich die Regionalzüge nach Schwedt an.Vom Hauptbahnhof ist der Exkursionsstart an der Schwedter Stadtbrücke schnell zu erreichen.Busse nach Criewen und Gartz verkehren vom Bahnhof Schwedt-Mitte auch an den Wochenenden.Informationen gibt der Fremdenverkehrsverein "Am Unteren Odertal" in Schwedt (Tel.03332/25590), auch zu Übernachtungsmöglichkeiten.

Seit einigen Tagen gibt es Faltblätter zum Nationalpark auch in polnischer und englischer Sprache, die in der Verwaltung des Nationalparkes in 16303 Schwedt, Am Bootsweg 1, Tel.03332/25470, erhältlich sind.Bei aller Begeisterung für die Natur entlang der Oder, sollten die Gefahren gerade im Winter allerdings nicht unterschätzt werden.Fachleute warnen vor einem Betreten der Eisdecken auf den Poldern, Gräben und Altwasserarmen.Das strömende Wasser halte viele Flächen eisfrei, die oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen seien.

Am besten sind also geführte Exkursionen.Sie können in der Nationalparkverwaltung für dienstags, donnerstags oder freitags gebucht werden.Zu den Wanderungen oder Radtouren sind wetterfeste Kleidung und Schuhwerk erforderlich.Daneben gibt es einen festen Veranstaltungsplan.Anmeldungen unter Tel.03332/254724.Die nächsten Termine: 6.Februar, Vogelwelt im Winter, Radtour, 9.30 Uhr Schwedter Stadtbrücke.13.Februar, Dem Otter auf der Spur, Fußwanderung, 13.30 Uhr, Gartzer Cafe am Mühlenteich.20.Februar, Wildbestand im Nationalpark, Fußwanderung, 10 Uhr Criewener Schloßpark.6.März, Natürliche Wälder, Fußwanderung, 10 Uhr Criewener Schloßpark.20.März, Naturnaher Wald, Radtour, 9.30 Uhr Schwedter Stadtbrücke.27.März, Frühling im Nationalpark, Radttour, 9 Uhr Stolper Kanalbrücke.3.April, Frühjahr im Gartzer Schrey, Fußwanderung, 13.30 Uhr Gartzer Rathaus.

Empfehlenswert ist auch das neue Werk- und Wanderbuch "Der Internationalpark Unteres Odertal" von Ansgar Vössing, erschienen im Stapp Verlag Berlin.Sowohl Schutzgebiete auf deutscher als auch auf polnischer Oderseite werden ausführlich beschrieben.38 Mark beziehungsweise 58 Mark mit Tier- und Pflanzenliste.

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