Boxen : Naturparks in Brandenburg: Wohin im Sommer die Kraniche ziehen

LARS TÖRNE

Die Märkische Schweiz ist ein beliebtes Ausflugsziel.Trotzdem gibt es noch ruhige Wanderwege.VON LARS VON TÖRNE BUCKOW.Ein Geheimtip ist die Märkische Schweiz schon seit Jahrzehnten nicht mehr.Dennoch lassen sich hier ohne Mühe einsame Wanderwege und unberührte Ecken entdecken.Sobald man sich ein wenig von Parkplätzen und Ausflugslokalen entfernt, bieten über 150 Kilometer beschilderter Wanderwege viele Möglichkeiten, den waldreichen Naturpark zu erkunden, ohne dabei ständig auf andere Tagesausflügler zu stoßen.Viele der gut ausgeschilderten Routen beginnen im Ausflugsort Buckow.Das Städtchen liegt im Zentrum des Naturparks und ist von Berlin aus in eineinhalb Stunden mit Bus, Bahn oder Auto zu erreichen.Wer auf einer Tageswanderung einen Eindruck davon bekommen möchte, wieso die Märkische Schweiz zu den beliebtesten Ausflugszielen vieler Berliner gehört, der sollte durch das idyllische Stobbertal wandern.Es ist eines von sechs Naturschutzgebieten im 200 Quadratkilometer großen Naturpark.Ein sehr schöner, auch für Fahrräder tauglicher Waldweg beginnt am Ende der Buckower Lindenstraße und schlängelt sich zu Anfang am Fluß Stobber und seinen Feuchtwiesen entlang.Das geschützte Gewässer ist Heimat seltener Tierarten, mit etwas Glück entdeckt man am Ufer einen Eisvogel.Auf Höhe des Tornowsees lädt das idyllisch am Flußufer gelegene Restaurant "Pritzhagener Mühle" zu einer Pause ein.Da es auch mit dem Auto zu erreichen ist, muß man darauf gefaßt sein, sich den Garten des Cafés und Restaurants mit vielen anderen Besuchern zu teilen.Am Tornowsee vorbei gelangt man zu einigen kleinen Schluchten, sogenannten Kehlen, die typisch für die Märkische Schweiz sind.Ein malerischer Weg führt hinauf auf den Dachsberg, der mit über 100 Metern einen schönen Blick über Wälder und Seen bietet.Hinter dem aus der Eiszeit stammenden "Teufelsstein" laden weitläufige, obstbaumgesäumte Wiesen zum Picknicken und Sonnenbaden ein.Der weitgehend naturbelassene Weg führt weiter über den "Poetensteig" bis fast an den Schermützelsee heran.Auf dem Weg zur "Güntherquelle" geht es vorbei an einigen dunklen, morastigen Waldteichen.Wer sich hier niederläßt, bekommt vor dieser schönen Kulisse ein vielstimmiges Vogelkonzert zu hören.Eine zweite, landschaftlich sehr reizvolle Wanderung beginnt in dem kleinen Ort Münchehofe, südöstlich von Buckow gelegen.Der Rundweg um den Großen Klobichsee und durch die umliegenden Wälder ist für Wanderer und, von kurzen Teilstrecken abgesehen, auch für Radler geeignet.Der Weg beginnt und endet am Aussichtspunkt "Schau ins Land", von wo aus man einen herrlichen Blick über das Naturschutzgebiet hat.Während der knapp acht Wanderkilometer gibt es einige, wenige Bademöglichkeiten in dem tiefen See, an den meisten Stellen ist das Ufer jedoch morastig und schilfbewachsen.Hier befinden sich Brutplätze von Kranichen.Am Südrand des Sees gibt es seltene Orchideen zu bewundern.Zum Abschluß der Rundwanderung kann man sich an der Badestelle der Feriensiedlung unterhalb von "Schau ins Land" mit einem Sprung ins klare Wasser erfrischen oder ein Ruderboot ausleihen.

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