Boxen : Treffer für Studio Babelsberg

Filmdienstleister dreht Fußball-Film „Goal“

Sabine Schicketanz

Potsdam - Der Potsdamer Filmdienstleister Studio Babelsberg AG hat den Auftrag für den dritten Teil der internationalen Fußball-Kinotrilogie „Goal!“ bekommen. Gedreht wird während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland in zehn Stadien. Auftritte in dem Film, der vom Fußball-Weltverband Fifa unterstützt wird, haben beispielsweise die Superstars David Beckham, Zinedine Zidane, Raúl und Alan Shearer. Studio Babelsberg war bereits beim zweiten „Goal!“-Film für die Dreharbeiten in Europa verantwortlich und als Koproduzent beteiligt.

Die Fußball-Trilogie erzählt die Geschichte des jungen mexikanischen Auswanderers Santiago Munez, dargestellt von Kuno Becker. Im ersten Teil, der bereits im vergangenen Herbst in acht Ländern in den Kinos lief, konnte der Zuschauer Munez’ Weg aus einem Armenviertel von Los Angeles zum englischen Verein New Castle verfolgen. Teil zwei, der im Herbst 2006 auf die Leinwände kommt, soll Munez’ Aufstieg zum Superstar und seinen Transfer zu Real Madrid beschreiben. Der dritte Teil spielt während der WM in Deutschland – deshalb wird bei allen Spielen der argentinischen und der englischen Nationalmannschaft, bei den Halbfinals in Dortmund und München sowie beim Endspiel in Berlin gedreht. Zudem werden die Teams aus England und Argentinien während des Trainings gefilmt, auch Bilder der Fußballfans soll es geben – die jeweils acht Kamerateams für „Goal! 3“ werden die Einzigen sein, die neben TV-Stationen in den WM-Stadien filmen dürfen.

Für die Studio Babelsberg AG, die mit ihrer Tochterfirma Studio Babelsberg Motion Pictures (SBMP) den Produktionsservice für „Goal! 3“ übernimmt, ist der Fußballfilm ein Großauftrag. Thema und Logistik seien „absolute Superlative“, sagte SBMP-Chef Henning Molfenter. Bereits mehrere Wochen hatten er und sein Team die WM-Stadien bereist und die Dreharbeiten vorbereitet.

Das Budget der „Goal!“-Trilogie, die von dem US-Unternehmen „Milkshake Films“ produziert wird, soll bei rund 100 Millionen US-Dollar für alle drei Filme liegen. Der Erfolg des ersten Teils an den Kinokassen war jedoch nur mäßig. In Deutschland spielte der Film knapp 85 000 US-Dollar ein, in Mexiko 3,4 Millionen US-Dollar, in Großbritannien 3,7 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Mit „Mission: Impossible 3“ haben die Produzenten in Deutschland bereits nach zwei Wochen 6,5 Millionen US-Dollar eingenommen.

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