• Wieder zwei tödliche Unfälle auf der A 24 Widerspruch eines Autofahrers gegen Tempolimit abgewiesen

Boxen : Wieder zwei tödliche Unfälle auf der A 24 Widerspruch eines Autofahrers gegen Tempolimit abgewiesen

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Neuruppin. Zwei tödliche Unfälle an einem Tag auf der Autobahn A 24 BerlinHamburg haben die Diskussion über die Sicherheit auf dieser Strecke erneut angefacht. Auf dem Abschnitt durch Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein war am Montag ein Geisterfahrer in den Gegenverkehr gerast. Auf anderthalb Kilometern rammte der Mann mehrere Fahrzeuge. Der Unfallverursacher starb ebenso wie ein Bundeswehrsoldat in einem entgegenkommenden Auto. Wenig später krachte es zwischen Pritzwalk und Meyenburg in Brandenburg. Ein Autofahrer war mit hoher Geschwindigkeit auf einen Lkw aufgefahren und unter den Lastwagen gerutscht. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Die Autobahn zwischen den beiden größten deutschen Städten bleibt damit die gefährlichste in Brandenburg. Noch vor einigen Jahren waren die meisten Unfälle auf den Strecken nach Leipzig und Hannover gezählt worden. Sie wurden inzwischen auf drei Fahrspuren je Richtung ausgebaut. Die A 24 soll erst ab 2008 wenigstens im Abschnitt zwischen den Dreiecken Havelland und Wittstock dreispurig befahrbar sein. Auf diesem 63 Kilometer langen Abschnitt zogen Polizei und Autobahnamt im Dezember 2002 die Notbremse. Sie ordneten eine maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde an, nachdem im Vorjahr acht Menschen bei Unfällen gestorben waren. Gegen das Tempolimit hatte ein Autofahrer Widerspruch eingelegt, der jetzt vom Autobahnamt zurückgewiesen wurde. Der Autofahrer erwägt nun eine Klage vor Gericht.

Die jüngsten Unfälle passierten auf Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Auch 130-Schilder hätten den Falschfahrer nicht aufgehalten, der wahrscheinlich mit Absicht in den Gegenverkehr raste. Aber bei geringerem Tempo wären die Unfälle nach Angaben der Polizei erheblich glimpflicher verlaufen. Ste.

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