Boxen : Wieso steigt uns Obstwein heftiger zu Kopf?

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DIE AKTUELLE FRAGE

Ab heute rauscht er in Werder wieder aus den Fässern, durch die Kehlen: der Obstwein. „Bretterknaller“ wird er genannt, weniger seines umwerfenden Geschmacks als seiner umwerfenden Wirkung wegen.

Was hat Obstwein, was anderer Wein nicht hat, dass er einem so heftig zu Kopfe steigt?

Ich glaube, da kann Ihnen niemand eine 100-prozentig abgesicherte Erklärung geben. Wie Alkohol wirkt, hängt ja von sehr vielen ganz unterschiedlichen Faktoren ab: der körperlichen Disposition, der momentanen Stimmung, den Begleitstoffen, die wiederum die Aufnahme und den Abbau des Alkohols im Körper beeinflussen und auch zusätzliche Wirkungen entfalten können.

In Jahrzehnten der Rauschmittelwirkungsforschung sollte noch keine Studie erschienen sein „Warum haut Kirschwein so gewaltig rein“? Ich dachte immer, Doktoranden suchen händeringend nach Themen, wo sie wissenschaftliches Neuland betreten?

Mit einer solchen Studie hätten Sie erhebliche Probleme. Die Wirkung von Alkohol hängt wie gesagt stark von psychischen und sozialen Faktoren ab.

Man könnte doch den Blutalkoholspiegel messen?

Sicher, nur ist der eben auch ein ziemlich unscharfer Parameter, wenn wir über das subjektive Gefühl des Betrunkenseins reden.

Die subjektive Erfahrung der Wirkung von Obstweinen haben allerdings schon viele Menschen gemacht.

Ja, da gibt es viele Geschichten. Vielleicht ist es auch so, dass Obstwein vor allem zu besonderen Anlässen getrunken wird, wo die Stimmung schon entsprechend ist.

Im Sinne von „Beim Baumblütenfest lassen wir es wieder so richtig krachen“?

Vielleicht, ja.

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