Zugverkehr : Ostdeutsche Eisenbahn nimmt Hälfte der Fahrzeuge außer Betrieb

Auf überraschende Einschränkungen müssen sich Fahrgäste der ODEG in Ostbrandenburg und Süd-Mecklenburg einstellen. Weil das Eisenbahnbundesamt eine neue Sicherheitsverfügung festlegte, dürfen 50 Prozent aller Züge nicht mehr fahren.

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In den vergangenen Wochen ist es vermehrt zu Bränden und Rauchentwicklungen am Typ RegioShuttle gekommen. Das neue Modell RS1im...Foto: dpa

BerlinDie Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) hat aus Sicherheitsgründen mit sofortiger Wirkung 50 Prozent ihrer Fahrzeugflotte außer Betrieb genommen. Das betreffe etwa 20 Züge. Ein Notfallfahrplan mit Ersatzverkehren werde erarbeitet, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mit. In den kommenden Tagen werde es zu Einschränkungen im Regelverkehr kommen.

Grund für die Stillegung sei eine Verfügung des Eisenbahnbundesamtes. Sie besage, dass alle RegioShuttle, deren Abgasturbolader über 360.000 Kilometer im Einsatz sind, aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen und ausgetauscht werden müssten. Die Verfügung beruht auf jüngsten Ereignissen: In den vergangenen Wochen sei es ungewöhnlich häufig zu Bränden und Rauchentwicklung an den Fahrzeugen des Typs gekommen. Die ODEG setzt ausschließlich Züge des Typs Regioshuttle ein.

Von den Einschränkungen sind betroffen:

OE35: Hier verkehrt bis auf weiteres Schienenersatzverkehr. Die Abfahrt erfolgt planmäßig, aber die Ankunft verspätet.
OE36: Dieser Zug verkehrt nicht zwischen Königs-Wusterhausen und Schöneweide.
R3: Ein Schienenersatzverkehr fährt bis auf weiteres zwischen Parchim und Lübz.
Auswirkungen habe der Notfahrplan besonders auf Ostbrandenburg und Süd-Mecklenburg, nicht jedoch auf die Lausitz. Genaue Informationen für Reisende gibt es unter der Hotline 030 - 514 88 88 88. (aa/ddp)

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