Unwetter in Ostbrandenburg : Radfahrer vom Blitz erschlagen

Bei schweren Unwettern in Ostbrandenburg sind am Sonnabend ein Mann getötet und eine Frau verletzt worden. Auch Brandenburgs Umwelt- und Agrarminister Dietmar Woidke war betroffen.

285916_0_349208f5.jpg Foto: dpa
Überflutete Straße in Frankfurt (Oder). -Foto: dpa

Potsdam - Laut Polizei hatten die beiden Fahrradfahrer in Alt Tucheband bei Seelow (Märkisch-Oderland) Schutz unter einem Baum gesucht, in den ein Blitz einschlug. Der 42-jährige Mann aus Sachsen kam ums Leben, seine 22-jährige Begleiterin aus Berlin musste in das Klinikum nach Frankfurt (Oder) gebracht werden.

Von dem Unwetter betroffen war auch Brandenburgs Umwelt- und Agrarminister Dietmar Woidke (SPD), der bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A 15 in Richtung Berlin verletzt wurde. Bei heftigen Regenfällen war der Wagen des Ministers um 12.40 Uhr zwischen Vetschau/Spreewald und Boblitz ins Schleudern gekommen und gegen die Mittelleitplanke geprallt, wie die Polizei mitteilte. Ein weiteres Fahrzeug rammte den Unfallwagen und ging später in Flammen auf. Woidke und sein Fahrer konnten noch selbstständig ihr Fahrzeug verlassen, mussten aber verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Polizei zufolge erlitt der Minister ein Schleudertrauma, Prellungen an der Schulter sowie Platzwunden im Gesicht. Wann er aus der Klinik entlassen werde, sei unklar. Die Insassen des anderen Autos, eine 27-jährige Fahrerin aus Berlin und ihr 55 Jahre alter Vater aus Lübbenau, wurden nur leicht verletzt.

In Ostbrandenburg waren gestern zahlreiche Straßen nach sintflutartigen Regenfällen überschwemmt. Über Frankfurt (Oder) tobte mehrere Stunden lang ein schweres Gewitter, zeitweise fielen mehrere Zentimeter dicke Hagelkörner. In Teilen des Stadtzentrums verwandelten sich Straßen kurzzeitig in reißende Bäche. Auch der Straßenbahnverkehr war unterbrochen. Laut Polizei tobte das Unwetter auch in anderen Teilen des Landes. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, die Bundesstraße 112 musste bei Steinsdorf in einer Senke gesperrt werden.

Nach Angaben des Meteorologen Friedrich Föst von Meteogroup fielen dort bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter, Berlin sei bis auf kleinere Gewitter diesmal verschont geblieben. Heute sei hier mit Wolken und Regen zu rechnen, doch ab und zu auch mit Sonnenschein. (dpa, ddp, Tsp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar