Flug MH370 : Malaysia: Erneut Proteste der Angehörigen der Passagiere

Die Suche ist lange für beendet erklärt, trotzdem fordern Angehörige der Passagiere des Flugs MH370 weiter Aufklärung. Die Regierung in Malaysia hatte die Vermissten offiziell für tot erklärt.

Bei den Angehörigen der Passagiere des Flugs MH370 herrscht auch am Mittwoch weiterhin Trauer, Wut und Unverständnis.
Bei den Angehörigen der Passagiere des Flugs MH370 herrscht auch am Mittwoch weiterhin Trauer, Wut und Unverständnis.Foto: dpa

Angehörige der Passagiere des vermissten Flugs MH370 haben gegen die Entscheidung der malaysischen Regierung protestiert, alle 239 Menschen an Bord für tot zu erklären. Eine Gruppe von chinesischen Angehörigen kam am Donnerstagfrüh am Flughafen von Kuala Lumpur an. Sie hielten Plakate in die Höhe mit Aufschriften wie „MH370 - Wer kann uns sagen, was passiert ist?“ und „Komm wieder MH370“. Die Gruppe wollte nach eigenen Angaben mit Vertretern der Regierung und der Fluggesellschaft Malaysia Airlines zusammenkommen.

Die malaysische Regierung hatte Ende Januar erklärt, sie gehe vom Tod aller Passagiere der Unglücksmaschine aus. Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen.

Bei den Ermittlungen herrschte lange Zeit Chaos. Die Suchmannschaften glauben, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist - eine sehr entlegene Gegend, Tausende Kilometer von der ursprünglichen Flugroute entfernt. Dort ist das Meer laut malaysischem Ministerium teilweise mehr als 6000 Meter tief.

Was aber genau mit der Boeing 777-200 passiert sein könnte, ist weiterhin völlig unklar. Es gab keinerlei Hinweise auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt oder eine Entführung. Auswertungen automatischer Satellitenkontakte legen nach Analysen von Experten nahe, dass die Maschine fast sieben Stunden in Richtung Süden flog und abstürzte, als das Benzin ausging. Laut Experten lassen sich die letzten Stunden an Bord nicht ohne die Blackboxen rekonstruieren - und diese wurden nie gefunden. (dpa)

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