Immobilien : Anspruchslose Schönheit

Die Klivie gedeiht bei guter Pflege ohne große Probleme

Peter Busch

Viel Pflegeaufwand braucht man mit der anspruchslosen Klivie nicht zu betreiben: Selbst mit einem Platz in einem halbschattigen Flur kommt sie noch gut zurecht. Wichtig ist nur die Einhaltung einer zwei- bis dreimonatigen Ruhepause an einem kühlen Platz. Sie geht jetzt langsam zu Ende.

Beim Kauf von Klivien ist darauf zu achten, dass sich bereits der Blütenschaft mit den Knospen zeigt und die Blätter unbeschädigt, dunkelgrün und glänzend sind. Im Handel gibt es verschiedene Sorten, die sich durch Blütenfarben zwischen fahlgelb und dunkelorange auszeichnen.

In der Wohnung steht die Klivie am besten hell an wenig besonnten Fenstern in nicht voll geheizten Räumen. Hier wachsen sie bei guter Pflege meist ohne Probleme. Bleiben die Blüten jedoch vor dem Öffnen stecken oder entwickeln sich nur mangelhaft, ist der Grund in einem Kulturfehler während der Ruheperiode zu suchen. In dieser Zeit darf die Klivie nur mäßig gegossen werden. Denn die fleischigen Wurzeln lieben keine Staunässe. Die Folgen sind zwangsläufig gelbgrüne Blätter und Verunzierungen mit Korkflecken.

Zum Erscheinen der Blütenschäfte von Januar an kann man die Klivie wieder etwas wärmer stellen, wobei man aber den Einstrahlungswinkel des Lichtes nicht ändert, um die Bildung der Blüten nicht zu beeinflussen. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne, etwas mehr Wasser und eine wöchentliche Düngung sind zu diesem Zeitpunkt ideal.

Fangen die Wurzeln an, die Erde aus dem Topf zu drücken, wird nach der Blüte in wenig größere Töpfe umgepflanzt. Bei jungen Klivien geschieht dies fast jährlich, ältere Exemplare benötigen seltener ein Umtopfen. Beim Umpflanzen kann man dann auch die Ableger abnehmen und für sich alleine einpflanzen. Diese Seitensprosse sollten zum Zeitpunkt des Abtrennens aber mindesten zwei Jahre alt sein und vier bis fünf Blätter enthalten.

Besonders schön sieht es aber auch aus, wenn man die „Kindel“ bei der Mutterpflanze belässt und dann nach Jahren in einem großen Gefäß etliche Blütenstände auf einmal blühen.

Nach der Blüte werden die Blütenschäfte herausgeschnitten. Denn eine Entwicklung der roten Samenkapseln schwächt die Pflanzen unnötig, zumal die Samen meist nur unbefriedigend keimen und selten sortenreinen Nachwuchs bilden.

Erkrankungen sind bei Klivien in der Regel die Ausnahme. Bei einem zu warmen Stand und zu trockener Haltung welken hingegen die Blätter. Dann zeigen sich auch schnell klebrige Blätter, die auf Blattsauger, wie Schild- oder Wollläuse hinweisen. Ein Abduschen der Pflanze hilft oft schon weiter. Ansonsten sind für den Menschen und Haustiere ungiftige Mittel auf Basis von Kaliseife, Neem oder Rapsöl zu empfehlen, die nach Anweisung ausgebracht werden. Für einen lang anhaltenden Erfolg ist es immer wichtig, diese Behandlung zwei bis drei Mal zu wiederholen, um auch alle Tiere zu treffen; bleiben nur wenig Läuse übrig, regeneriert sich die Population schnell wieder.

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