Das Büro der Zukunft : „In the Year 2525“

Maren Martell
Frei im Raum schwebende Hologramme gehören wie Touchscreens in die Büros der Zukunft.
Frei im Raum schwebende Hologramme gehören wie Touchscreens in die Büros der Zukunft.Foto: Imago/Jochen Tack

Büroräume mit Telefon, Schreibtisch und Aktenschrank, das war gestern. Die Zukunft sieht anders aus: Dreidimensionale, frei im Raum schwebende Hologramme werden über Gesten und Sprachanweisungen gesteuert, Tastaturen und Bildschirme sind überflüssig. Alle Daten und Informationen kommen aus der Cloud, sind überall mobil verfügbar. So stellen sich Designer Büros im Jahr 2025 vor und sind damit gar nicht mehr so weit entfernt vom Duo Zager & Evans im Jahre 1969 verfassten futuristischen Folk-Rock-Song „In the Year 2525“ über die Beziehung des Menschen zur Technologie.

Nach Einschätzung des Berliner Designers Werner Aisslinger wird sich das Büro der Zukunft in zwei Zonen aufsplitten: in den digitalen Bereich und den entdigitalisierten. In den Innenhöfen der Bürokomplexe werde es im Idealfall kleine Gärten geben, in denen Mitarbeiter in der Pause gärtnern können. Das soll für einen Ausgleich zur anstrengenden Arbeit in der digitalen Welt sorgen. In manchen Büros könnten 2025 Hängematten in den Zimmern hängen, damit Mitarbeiter besser nachdenken können. Der andere arbeitet vielleicht in einem Büro, das eher an einen Loungebereich in einem Café als an ein Büro erinnert. In anderen Firmen wiederum gibt es Ruheräume mit Liegen, um ungestört nachzudenken. Es gelte auf jeden Fall, ein Umfeld zu schaffen, das inspiriert und in dem Mitarbeiter kreativ arbeiten können, sagt Stefan Rief vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft.

Wenn die Welt hektischer wird, sei ein Gegenpol wichtig, sagt die Designerin Jennifer Mertens. Angepasst an die Bedürfnisse und Anforderungen der Mitarbeiter könnten die Büroräume 2025 ganz unterschiedlich aussehen. Sicher sei jedoch eins: In Zukunft werde das Büro zum Hafen und Heimatort zugleich. (dpa)

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