Immobilien : Der optische Gesamteindruck muss stimmen

Bodenbeläge für Terrassen sollten im Einklang mit Haus und Garten sein

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Terrassen wurden in früheren Zeiten vor allem mit Natursteinen befestigt, die meist aus der näheren Umgebung des Wohnhauses stammten. Heute, im Zeitalter industriell hergestellter Baustoffe, ist die Auswahl an Bodenbelägen dagegen verwirrend groß. Ein teures Bodenmaterial für Terrassen sind Natursteine. „Für einen Quadratmeter muss man hier schon mit Preisen von 100 bis 150 Euro rechnen", sagt der Gärtner und Buchautor Peter Himmelhuber aus Regensburg. Als preiswerte Alternative würden oft Platten und Pflaster aus Beton empfohlen. Mittlerweile gebe es allerdings auch einige Betonsteine, die annähernd so teuer seien wie Naturstein.

Ein klassischer Belag sind Bodenklinker aus Ton. „Je nach Art des Brandes und der Mischung unterschiedlicher Tone gibt es Bodenklinker in verschiedenen Farben", sagt Nasser Altaha vom Fachverband Ziegelindustrie in Oldenburg. Neben Rot und Dunkelrot liegen nach seinen Worten Bodenklinker in blauen, braunen und schwarzblauen Tönen im Trend. Die Farben seien - im Gegensatz zu eingefärbten Steinen - witterungsbeständig und dauerhaft farbecht. Dies gelte auch bei intensiver Sonneneinstrahlung auf Südterrassen.

„Holzfans können ihre Terrasse auch mit preiswerten Rosten oder Decks belegen", meint Armin Seidel vom Informationsdienst Holz in Düsseldorf. Aufwändiger und teurer sind handwerklich vom Zimmerer gefertigte Holzterrassen, bei denen auf Bohlen mit Holzlatten eine Art Dielenbelag gelegt wird.

Holz hat angesichts der vergleichsweise wenigen Sommermonate in den nördlichen Breitengraden einen besonderen Vorteil: Schon etwas Wind und Sonne sorgen auch in kälteren Jahreszeiten für Trockenheit und Fußwärme. Kinder können auf der angenehm warmen Holzterrasse spielen, selbst wenn der Erdboden noch zu kalt ist. Einen Nachteil räumt Seidel jedoch ein: Das Material kann, besonders an der Ostseite des Hauses, leicht vermoosen und rutschig werden. Auch auf Laub könne man leicht ausrutschen, die Terrasse sollte also häufiger gefegt werden. Holzterrassen haben im Gegensatz zu Terrassen aus Beton, Pflasterklinkern oder Natursteinen nur eine begrenzte Lebensdauer.

Damit sich die Terrasse in den optischen Gesamteindruck von Haus und Garten harmonisch einfügt, sollte bei der Wahl des Bodenbelages grundsätzlich der Stil des Hauses, der Fassade, des Dachs und des angrenzenden Wohnraums beachtet werden", rät Himmelhuber. Verschiedene Bodenmaterialien können stilvoll miteinander kombiniert werden. Alternativ könnten auch Bänder aus farbigem Klinkerstein verlegt werden. Wichtig sei bei Kombinationen immer, zunächst eine Skizze des beabsichtigten Musters anzufertigen. Stephanie hoenig/dpa

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