Immobilien : Die Londoner City zieht

Deutsche besitzen schon knapp ein Fünftel der Immobilien im Finanzviertel

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Nur noch gut die Hälfte der prestigeträchtigen Büroimmobilien in dem innerstädtischen Finanzdistrikt ist in britischem Besitz, wie aus einer am Mittwoch in London veröffentlichten Studie der Immobiliengruppe Development Securities hervorgeht. Demnach stieg der Anteil der Immobilien in der „Square mile“ (Quadratmeile), die ausländischen Investoren gehören, von einem Drittel im Jahr 2000 auf 45 Prozent im vergangenen Jahr. Als größte Gruppe der ausländischen Investoren weist die Studie die Deutschen aus, denen fast ein Fünftel (18 Prozent) der City-Bürogebäude gehörten. Fünf Jahre zuvor waren es erst acht Prozent.

Der Anteil von US-Investoren stieg demnach binnen fünf Jahren von 1,5 Prozent auf 6,8 Prozent. Jeweils rund fünf weitere Prozent der City-Immobilien gehörten demnach Ende 2005 Anlegern aus Irland und aus dem Nahen Osten. Auf dem Rückzug aus dem Banken- und Börsenviertel sind hingegen die Japaner: Ihr Anteil am Immobilienbesitz der City sank von 7,6 Prozent 2000 auf 2,5 Prozent 2005. Die Autoren der Studie, zwei auf Immobilienrecht spezialisierte Wissenschaftler der bei London gelegenen Universität Reading, sehen den Trend parallel zur Internationalisierung der Märkte: So sei auch der Anteil ausländischer Investoren in börsennotierte britische Unternehmen von weniger als fünf Prozent zu Beginn der achtziger Jahre bis 2004 auf ein Drittel angestiegen.afp

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