Immobilien : Die Nachbarn von Arkadien

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In unmittelbarer Nachbarschaft von Arkadien liegt eine Siedlung der Bayerischen Hausbau. Zwischen 1996 und 1997 entstanden hier 160 Wohnungen in 22 Häusern. Nach Angaben von Verkaufsrepräsentant Gerd Kohl sind nur noch drei Wohnungen im Angebot. Den größte Teil der Objekte habe man verkaufen können, bevor die Sonderabschreibungen nach Fördergebietsgesetz ausliefen. Damals profitierten Erwerber von Steuervorteilen in Höhe von 50 Prozent der Erstellungskosten. Dies sei eine Erklärung für den raschen Verkauf der Immobilien. Eine andere Erklärung liege in den vergleichsweise günstigen Preisen der Objekte. Derzeit sind nach Angaben von Kohl noch drei Wohnungen zwischen 136000 und 140000 Euro im Angebot. Die Immobilien hätten zwei Zimmer und seien rund 66 Quadratmeter groß. Die hohen steuerlichen Vorteile bestünden nicht mehr. Die Nebenkosten der Wohnungen seien wesentlich geringer als beim benachbarten Bauvorhaben: Für Strom, Wasser, Müllabfuhr, Verwaltung und andere umlagefähige Aufwendungen müssten die Nutzer rund 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat zahlen. Das wäre über ein Euro weniger als in Arkadien. Allerdings profitieren die Bewohner bei der Bayerischen Hausbau auch nicht von ähnlich aufwändigen Service und Sicherheitsdiensten. Da zwei Drittel der Wohnungen von Anlegern erworben wurden, seien hier auch viele Mieter eingezogen. Derzeit sei allerdings nur eine Wohnung mit 120 Quadratmetern frei. Diese koste 900 Euro kalt zuzüglich 250 Euro Nebenkosten. Zu den Bewohnern der Anlage zählen nach Angabe von Kohl viele ehemalige Westberliner sowie Neuberliner, die im Zuge des Regierungstrosses nach Berlin gezogen seien. ball

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