Immobilien : Eine Kaffeekanne ist ungeeignet

Tipps zur Tee-Zubereitung

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Tee richtig zuzubereiten ist keine unüberwindliche Hürde. „Der Irrglaube, das sei besonders schwierig, ist allerdings weit verbreitet“, sagt Monika Beutgen, Geschäftsführerin des Deutschen Teeverbandes in Hamburg. Ganz ohne planende Überlegung geht es aber nicht: „Man sollte keine Kaffeekanne nehmen“, rät Ralf Janecki vom Tee Handelskontor in Worpswede bei Bremen. „Das Kaffeearoma geht nie wieder raus.“ Viel besser sei es, eine einzelne Kanne nur für Tee zu reservieren, rät der Experte.

Für die Dosierung sei außerdem ein Teemaßlöffel hilfreich. Als Faustregel können „vier bis fünf Löffel pro Liter“ dienen. Entscheidend für den Geschmack von Tee ist die Frage, wie lang er gezogen hat: „Bei Schwarztee sind rund drei, bei grünem Tee zwei Minuten zu empfehlen“, sagt Janecki. Auch beim Aufgießen gibt es Unterschiede: Für schwarzen Tee ist kochendes, für grünen schon wieder etwas abgekühltes Wasser besser geeignet. Wer es sich ganz leicht machen möchte, kann zum Teebeutel greifen. „Das muss im Blick auf das Aroma nicht die schlechtere Alternative sein, wenn guter Tee drin ist“, sagt Janecki. Dafür werde heute Papier verwendet, das keinen Geschmack abgibt – und die Sorge um die Überdosierung entfällt. Ob der Tee mit Milch oder Sahne, mit oder ohne Zucker serviert wird, ist Geschmackssache. „In Russland kommt oft noch Marmelade in die Tasse, in Marokko Minze. In Indien wird der ,Chai‘ häufig gewürzt. Erlaubt ist, was gefällt“, sagt der TeeKenner.

„In Ostfriesland gibt es für das Teetrinken allerdings feste Regeln“, betont Egbert Kolthoff, Tee-Tester beim Unternehmen J. Bünting in Leer: „Wir trinken ihn mit Kandiszucker und Sahne.“ Der Kandis kommt zuerst in die Tasse, der heiße Tee wird darüber gegossen, so dass die Zuckerstückchen „knistern“. Dann kommt die Sahne dazu. „Umgerührt wird aber nicht“, erklärt Kolthoff. Die Sahne soll sich wie ein Wölkchen im Tee verteilen können. Der Kandis bleibt, wenn er sich noch nicht aufgelöst hat, in der Tasse – für den nächsten Aufguss. Und der ist in Ostfriesland so gut wie sicher. dpa / gms

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