Ferienimmobilien auf Mallorca : Meer geht immer

Mallorca liegt bei den Verkaufszahlen über dem Landesdurchschnitt. Schnäppchenjäger sollten sich zunächst informieren.

von und Andreas Kunze
Auch der Preis ist heiß. Für ein wunderschön direkt am Meer gelegenes Appartement mit 100 Quadratmetern Wohnfläche in Santa Ponsa fallen schon einmal 675 000 Euro an.
Auch der Preis ist heiß. Für ein wunderschön direkt am Meer gelegenes Appartement mit 100 Quadratmetern Wohnfläche in Santa Ponsa...Foto: www.porta-mallorquina.de

Vamos a la Schnäppchen? Auf Mallorca, der Deutschen liebste Urlaubsinsel, warten in diesem Jahr günstige Immobiliengelegenheiten wie noch nie. Das spanische Statistikamt „Instituto Nacional de Estadística“, INE, meldet für das laufende Jahr positive Zuwächse im Immobilienhandel. Im Zeitraum Januar bis April 2013 registrierten die spanischen Notare nach Angaben des auf Mallorca ansässigen Franchisegebers Porta Mallorquina Real Estate S. L. insgesamt 105 924 Verkaufstransaktionen – ohne sozialen Wohnungsbau–, was einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Balearen liegen mit einem Plus in Höhe von 12 Prozent über dem Landesdurchschnitt, hier wechselten in den ersten vier Monaten des Jahres insgesamt 2973 Immobilien ihren Besitzer.

Die Wirtschaftskrise hat die Immobilienpreise in Spanien nach jahrelangem Boom nach unten geprügelt. Wie auf dem Festland sind auf Mallorca im Vergleich zu 2008 mittlerweile zahlreiche Wohnungen und Häuser 30 bis 50 Prozent günstiger zu haben. Selbst in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca und am Playa de Palma sind die Preise pro Quadratmeter Gebrauchtimmobilie auf teilweise unter 1000 Euro gerutscht. Die eigene Mallorcawohnung ab 50 000 Euro rückt also theoretisch in den Bereich des Möglichen.

Doch es geht auch preiswerter: Ende 2012 wurde eine Wohnung (92 qm) in Arenal (Ballermann-Gegend) noch für über 100 000 Euro angeboten. Nun fordert die Bank noch 46 000 Euro.
Doch es geht auch preiswerter: Ende 2012 wurde eine Wohnung (92 qm) in Arenal (Ballermann-Gegend) noch für über 100 000 Euro...Foto: Andreas Kunze

Der Immobilienanbieter Porta Mallorquina kann die oft beschworenen Preisrückgänge mit Blick auf das eigene, eher hochpreisige, Portfolio nicht bestätigen: „Natürlich gibt es immer wieder Preisreduktionen. Aber insgesamt konnten wir in unserem Portfolio im letzten Jahr bei weniger als fünf Prozent der Objekte Preisrückgänge verzeichnen, was aber auch an der realistischen Marktpreiseinschätzung der von uns aufgenommenen Immobilien liegt“, sagt Manfred Biedermann, Geschäftsführer der inselweit tätigen Maklerfirma. „Wir stellen fest, dass sich die Preise in guten Lagen weitgehend stabilisiert haben, die teilweise zweistelligen Preissteigerungsraten pro Jahr sind seit 2009 passé.“ Bei Porta Mallorquina bewegt sich zum Beispiel das durchschnittliche Preisgefüge bei qualitativ hochwertigen Immobilien in guter Lage zwischen rund 3000 Euro/m² im etwas günstigeren Süden bis hin zu mehr als 5000 Euro/m² im begehrten Südwesten.

Besonders aktiv im Verkauf sind derzeit spanische Banken, die nach privaten Zwangsversteigerungen und Bauträgerpleiten zu Großgrundbesitzern geworden sind und die Schrumpfposten aus der Bilanz nur zu gerne herausrechnen möchten. Da kommen Schnäppchenjäger aus Alemania gerade recht. Wer indes im Ausland eine Ferienimmobilie kaufen möchte, ist gut beraten, den Blick auf landesspezifische Eigenarten zu richten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar