"Make City" : Wir machen Stadt

Mehr als 100 Partner aus der Stadt- und Kreativwirtschaft laden Fachleute und interessierte Bürger zum "Make City - dem internationalen Festival für Architektur und Andersmachen".

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Ort für alle. Eine der Stadtführungen des "Make City"-Festivals führt zum Park am Gleisdreieck, der zwischen 2011 und 2014 entstanden ist.
Ort für alle. Eine der Stadtführungen des "Make City"-Festivals führt zum Park am Gleisdreieck, der zwischen 2011 und 2014...Foto: Promo/Julien Lanoo Photographs

Hochhäuser aus Holz, Stadtparks mit urbaner Landwirtschaft und Wohn-Büros mit Bienenstöcken im Dachgarten: Könnte so die Metropole von morgen aussehen? Darüber wollen die Teilnehmer von „Make City“ nachdenken, dem „internationalen Festival für Architektur und Andersmachen“, das vom 11. bis 28. Juni 2015 in Berlin stattfindet.

Zum ersten Mal laden mehr als 100 Partner aus der Stadt- und Kreativwirtschaft Fachleute, aber ausdrücklich auch interessierte Bürger zu Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen ein. In kaum einer anderen Stadt der Welt finde derzeit ein derart aktiver Dialog über Architektur, Stadtplanung, städtische Freiräume und bürgerschaftliche Teilhabe statt wie in Berlin, heißt es von den Veranstaltern. Hier gebe es noch die Chance, „Stadt anders zu machen“.

Drei Wochen wollen sie Berlin daher zu einem „internationalen und interdisziplinären Labor werden lassen“. „Wir zeigen und diskutieren gelungene Möglichkeiten des Mitmachens, neue ökologische und ökonomische Ansätze, und Architektur, die die Grenzen zwischen offenem und geschlossenem Raum abschafft oder neu definiert,“ sagt Francesca Ferguson, Initiatorin des Festivals. Drei Themenblöcke widmen sich dem „urbanen Gemeingut“, neuen Formen des Wohnens und Arbeitens sowie dem gemeinsamen Gestalten im Rahmen einer nachhaltigen und innovativen Stadtplanung.

Architekturbüros laden zu „Studio Talks“ ein. 40 Stadtführungen lotsen die Teilnehmer in die Kieze Berlins – etwa durch das Spreefeld oder den Gleisdreieckpark – und zeigen Projekte, urbane Landschaften und unentdeckte Architekturen, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben.

Hinzu kämen Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum, kündigen die Festival-Macher an. Hauptveranstaltungsort ist das Tschechische Zentrum in der Wilhelmstraße in Berlin- Mitte. Hier diskutieren nationale und internationale Experten mit den Teilnehmern zum Beispiel über alternative Stadtentwicklung, neue Arbeitswelten oder die Auswirkungen des „grünen Urbanismus“ auf soziale Strukturen und urbane Kultur. Den Abschluss des Festivals bildet der „Tag der Architektur XL“ am 27./28. Juni, zu dem die Architektenkammer Berlin einlädt.

Mehr im Internet: www.makecity.berlin

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