Immobilien : Makler attackieren Rot-Rot

Immobilientag des RDM: Kritik an höheren Steuern

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Immobilientag des RDM: Kritik an höheren Steuern Eigentlich war die Stimmung in der Branche gerade ganz gut. Auf dem Immobilientag des RDM Berlin-Brandenburg wollten die Makler zudem ein wenig das zurückliegende Rekordgeschäftsjahr feiern. Nicht zuletzt der Wegfall der Eigenheimzulage hatte den Immobilienhändlern vor einem Jahr etliche zusätzliche Kaufverträge beschert. Doch nun kam „Karlsruhe“ – und in Folge die Beschlüsse der Berliner Landesregierung, Grund- und Grunderwerbssteuer zu erhöhen.

Das sei ein „ein erneuter Schlag für die Immobilienwirtschaft der Hauptstadt“, sagte der Vorsitzende des RDM Berlin-Brandenburg, Thomas Wernicke: „Bereits heute ist hier die Steuerbelastung von Immobilienbesitzern die höchste im bundesdeutschen Vergleich. Eine Steigerung des Hebesatzes der Grundsteuer von 660 auf 810 entspricht einer Erhöhung um 22,7 Prozent.“ Damit treffe man besonders die Käufer, die ohnehin knapp kalkulieren müssten.

Die Makler beklagen eine widersprüchliche Politik: Auf Bundesebene hat man in Aussicht gestellt, die staatliche Förderung der privaten Wohnimmobilie an die Riester-Rente anzupassen und so den Erwerb von Haus oder Wohnung als Altervorsorge zu fördern. Demgegenüber verhindere der Senat mit seiner Steuerehöhung nun die Bildung von Eigentum, sagte Wernicke. Noch schärfer formulierte Dieter Blümmel seinen Ärger während der Podiumsdiskussion. Der Senat habe es versäumt, seine Hausaufgaben zu machen, sagte der Sprecher des Eigentümerverbandes Haus und Grund in Berlin: „Würde der Regierende ein Unternehmen leiten, müsste er jetzt wegen Konkursverschleppung hinter schwedischen Gardinen sitzen.“ Trotz derlei Grolls wollen sich die Experten jedoch auf die Zukunft konzentrieren – und beschäftigten sich mit den Chancen des Internets für den Handel mit Haus und Hof. Etliche Referenten informierten über Themen wie „Heizenergie von morgen“ oder den Aufbau von Inseraten im Netz. heid

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