Immobilien : Spanien: Geduld gefragt beim Spitzenreiter

In Spanien, immer noch Traumziel Nummer eins bei den Deutschen, sind die zuvor extrem überhöhten Preise für Ferienimmobilien mancherorts um bis zu 50 Prozent abgestürzt. Der Grund: Das Land leidet, ähnlich wie die USA, unter einer massiven Immobilienkrise, die Nachfrage ist eingebrochen, 32 000 Maklerbüros sind bereits geschlossen worden, viele Spanier können ihre Hypothekenraten nicht mehr bezahlen.

Vor allem in kleineren Küstenorten und im Hinterland sind Immobilien deshalb wieder sehr günstig zu haben. An renommierten, gefragten Zielen wie Mallorca, den Kanaren oder Marbella seien die Preise jedoch, wenn überhaupt, um höchstens zehn Prozent gesunken, heißt es bei der spanischen Maklervereinigung. Wer sich für ein Haus oder eine Wohnung in Spanien interessiere, solle noch abwarten, rät Christian Seyrer von Global Immobilien Service, einem auf Ferienimmobilien spezialisierten Makler. Gerade Ferienhäuser seien teilweise immer noch erheblich überbewertet, weitere Preisnachlässe daher sehr wahrscheinlich. Die Deutsche Bank etwa rechnet für 2008 mit Rückgängen von im Schnitt acht Prozent. Aktuell müsse man für ein Haus guter Qualität mit Meerblick noch mit etwa 400 000 Euro rechnen, sagt Seyrer. Gefragt sei Spanien vor allem wegen seiner guten Infrastruktur, wegen des stabilen Wetters, das auch eine Überwinterung erlaube, und wegen der guten Erreichbarkeit: Allein Mallorca wird 500 mal pro Woche von Deutschland aus angeflogen.

Wer den Kauf einer Immobilie ins Auge fasse, solle sich vorab unbedingt rechtlich beraten lassen, rät die Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien (DSA). Immobilienrecht wie Kaufgewohnheiten seien völlig anders als in Deutschland. So seien Anzahlungen nie ohne Sicherheiten und ohne notarielle Beurkundung zu leisten, zudem müsse der Käufer wissen, dass bereits ein handschriftlicher Vertrag ohne Notar rechtsgültig sei. moc

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben