Immobilien : Wie Preise richtig eingeschätzt werden

Der Preisanstieg für Einfamilienhäuser ist in Berlin noch moderat. Foto: dapd
Der Preisanstieg für Einfamilienhäuser ist in Berlin noch moderat. Foto: dapdFoto: dapd

Vor dem Kauf einer Wohnung lohnt sich ein Blick in die Preisstatistiken. „Um mich vor überteuerten Preisen zu schützen, muss ich als Verbraucher vergleichen“, sagt Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen. Wie hoch die Durchschnittspreise und die Preissteigerungen bei Wohnungen und Häusern in der jeweiligen Region in den vergangenen Jahren waren, steht in den Berichten der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte der Bundesländer.

„Diese werden gespeist mit den Kaufvorgängen bei den Notaren“, erläuterte Schwarz. Suchen können Verbraucher darin nach Art der Immobilie, Quadratmeterzahl und Baujahr. „Teils sind die Berichte im Internet verfügbar, teils müssen sie auch gegen eine Gebühr von circa 50 Euro angefordert werden“, sagte der Baufinanzexperte.

Allerdings sind die Zahlen von 2012 noch nicht verfügbar. Um einen aktuellen Durchschnittswert zu bekommen, vergleichen Verbraucher am besten die aktuellen Angebote auf dem Markt. Dafür müssten nicht gleich die Bausparkassen und Immobilienmakler kontaktiert werden.

„Einfach die Angebote in deren Schaufenster anschauen“, rät Schwarz. Sind die Preise in der Region zuletzt übermäßig gestiegen, warten potenzielle Käufer eventuell erst einmal ab. „Einzelne Verkäufer wollen die Marktsituation austesten und schauen, welche Preise sie erzielen können.“ Geduld könne sich dann lohnen: „In sechs bis zwölf Monaten kann sich der Marktpreis auch wieder einpendeln.“ Das kann eine Gelegenheit sein, um in der Zwischenzeit die eigenen Wunschvorstellungen noch einmal zu überdenken: „Sind die Preise in besonderen Wohnlagen und für Neubauten übermäßig hoch, lohnt sich vielleicht eine Altimmobilie in anderer Lage“, sagt Schwarz. dpa

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