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Wohneigentumsreport 2012 : Ist hip schon wieder out?

15.12.2012 00:00 Uhrvon
Kiezverliebt.  Auch mit dem wenig glamourösen Antonplatz bleibt Weißensee ein begehrter Stadtteil für Berliner Käufer. Als „Newcomer“ gilt Treptow.Bild vergrößern
Kiezverliebt. Auch mit dem wenig glamourösen Antonplatz bleibt Weißensee ein begehrter Stadtteil für Berliner Käufer. Als „Newcomer“ gilt Treptow. - Foto: D. Spiekermann-Klaas

Die Preise für Berliner Eigentumswohnungen steigen. Vor allem jenseits der „In-Kieze“ wird gerne gekauft.

Eine Preissteigerung um 32 Prozent in Niederschönhausen, um 35 Prozent in Lichtenberg und Dahlem, um 36 Prozent in Neukölln, um 42 Prozent in Tempelhof und sogar um 60 Prozent in Treptow – folgt man dem jetzt vom Beratungsunternehmen Bulwien Gesa und dem Maklerhaus Ziegert veröffentlichten „Wohneigentumsreport 2012 Berlin“, so sind die Preise von Eigentumswohnungen in der deutschen Hauptstadt innerhalb eines Jahres in geradezu exorbitantem Maße gestiegen. Verglichen haben die Experten dabei die Angebotspreise aus dem zweiten Quartal dieses Jahres mit denen aus dem zweiten Quartal 2011.

Die Zahlen lassen auf den ersten Blick den Verdacht aufkommen, der Berliner Immobilienmarkt sei völlig aus den Fugen geraten.

Ein zweiter Blick verrät allerdings, dass die Entwicklung nicht ganz so dramatisch ist: Bezogen auf ganz Berlin sind neue Eigentumswohnungen nämlich „nur“ um zwölf Prozent teurer geworden, während Bestandswohnungen 8,6 Prozent mehr kosten als im Vorjahr. Die höheren Aufschläge in einzelnen Stadtteilen erklärt André Adami, Berliner Niederlassungsleiter von Bulwien Gesa, mit besonderen Entwicklungen: „Dort, wo erstmals Neubauprojekte auf den Markt kommen, steigt der Durchschnittspreis deutlich.“

Außenbezirke gewinnen an Aufmerksamkeit

Bulwien Gesa und Ziegert sind nicht die einzigen Marktbeobachter, die einen Preissprung bei Berliner Eigentumswohnungen registrieren. Der jüngste Immobilienindex (IMX) des Onlineportals Immobilienscout24 verzeichnet innerhalb eines Jahres eine Preissteigerung um 15,1 Prozent im Neubau und sogar von 17 Prozent im Bestand. Grundlage sind auch hier die Angebotspreise, also die Preise, die Verkäufer verlangen. Ob sie diese Preise auch tatsächlich erzielen, steht auf einem anderen Blatt.

Deutlich geringer ist jedenfalls die Zunahme bei den tatsächlich erzielten Preisen in den notariell beurkundeten Verträgen, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im ersten Halbjahr 2012 ausgewertet hat: Demnach legte der durchschnittliche Preis einer Eigentumswohnung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 nur um knapp vier Prozent zu.

Das könnte damit zusammenhängen, dass die Nachfrage nicht mehr auf die – seit Jahren begehrten und entsprechend teuren – Stadtteile wie Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Charlottenburg beschränkt ist. „Neue Lagen wie Treptow und Lichtenberg gewinnen an Aufmerksamkeit“, stellt André Adami von Bulwien Gesa fest. Dafür sind nach seinen Worten zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen „ist in den letzten zwölf Monaten der Anteil Berliner Käufer deutlich gestiegen“ – und die kaufen lieber in ihrem vertrauten Kiez als in den von internationalen Hochglanzmagazinen gefeierten „In-Vierteln“. Zum anderen seien Ausweichbewegungen zu verzeichnen. Wer etwa in Friedrichshain keine bezahlbare Eigentumswohnung findet, weicht ins angrenzende Lichtenberg aus.

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