Nach Hackerangriff : 15.000 Kreditkarten ausgetauscht

Wegen eines Hackerangriffs müssen mehrere zehntausend Kreditkarten ausgetauscht werden. Auch Kunden der Berliner Landesbank und der Berliner Sparkasse sind betroffen.

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Hacker haben offenbar die Daten von Kunden abgegriffen, die eine Visa-Karte oder Mastercard besitzen. Banken haben die Karten vorsichtshalber ausgetauscht.
Hacker haben offenbar die Daten von Kunden abgegriffen, die eine Visa-Karte oder Mastercard besitzen. Banken haben die Karten...Foto: picture alliance / dpa

Nachdem Hacker Ende 2015 Daten bei einem Abrechnungsunternehmen in Westdeutschland abgegriffen haben, tauscht die Landesbank Berlin (LBB) bei ihren Kunden rund 15.000 Kreditkarten aus, bei der zur LBB gehörenden Berliner Sparkasse wurden vorsorglich rund 1500 neue Karten verschickt, teilte eine Sprecherin der LBB am Mittwoch mit.

Auch Commerzbank und Postbank sind betroffen

Wie viele Kunden durch den Hackerangriff tatsächlich betroffen sind, ist unklar. Der Austausch sei im Rahmen der Betrugsprävention durchgeführt worden. „Sollte es im Einzelfall dennoch zu ungerechtfertigten Belastungen kommen, wird der Schaden selbstverständlich erstattet. Der Kartenaustausch ist für den Karteninhaber kostenlos“, sagte die Sprecherin. Die betroffenen Kunden sind bereits per Brief, E-Mail oder SMS informiert worden. Wer hinter dem Angriff steckt, sei bisher nicht bekannt. Fest steht aber, dass nicht nur Kunden der LBB und der Berliner Sparkasse betroffen sind. Auch die Commerzbank musste 15 000 Karten austauschen, bei der Postbank wurden wegen des Datenlecks rund 55 000 neue Karten verschickt. Die Berliner Volksbank ist nach eigenen Angaben nicht von dem Hackerangriff betroffen, auch die zur Deutschen Bank gehörende Berliner Bank konnte nach eigenen Angaben keine Auffälligkeiten feststellen.

Betroffen waren sowohl Karten von Mastercard und Visa-Karten. Nicht bekannt ist, bei welchem Abrechnungsunternehmen das Datenleck entstanden ist. In dem Schreiben der Commerzbank an die betroffenen Kunden hieß es lediglich, dass es Hinweise von der Kreditkartenorganisation gegeben habe, dass Dritte möglicherweise unberechtigt in den Besitz von Kreditkartendaten gelangt sein könnten.

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