Reine Formsache - Folge 2 : Starker Tag, leichter Abend - so soll Wohlfühl-Essen sein

Michael Jaeger, Küchenchef des Tim-Raue-Restaurants „La soupe populaire“, findet, gutes Essen muss vor allem eines sein: ehrlich. Den Link zu den Rezepten finden Sie im Text.

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Wie bei Muttern, nur leichter. So kocht Michael Jaeger, Küchenchef im "La Soupe Populaire" in Prenzlauer Berg. Er hat die Rezepte zur zweiten Folge der Tagesspiegel Fitness-Serie "Reine Formsache" beigesteuert.
Wie bei Muttern, nur leichter. So kocht Michael Jaeger, Küchenchef im "La Soupe Populaire" in Prenzlauer Berg. Er hat die Rezepte...Foto: Mike Wolff

Er will wissen, woher die Lebensmittel, die er verarbeitet, stammen. Michael Jaeger, 34, Küchenchef des Tim-Raue-Restaurants „La soupe populaire“ empfiehlt nicht ausschließlich Ware mit dem Bio-Siegel. „Darauf kann man sich ja auch nicht immer verlassen.“ Aber er kauft auch privat nicht irgendwas aus irgendeinem Supermarkt, sondern am liebsten beim guten Fleischer oder bei der Bäckerei, die keiner Kette angehört. Und frisches, schmackhaftes Gemüse, sagt er, gebe es auch bei den türkischen Händlern in Berlin. „Gute Küche muss vor allem ehrlich sein“, sagt er. Nach diesem Motto setzt er das Konzept von Zweisternekoch Tim Raue, mit dem er fünf Jahre gearbeitet hat, in dessen neuestem Restaurant in Prenzlauer Berg um: klassische Berliner Küche.„Allerdings leichter und perfekter als das, was wir als Kinder von unseren Großeltern bekommen haben.“ Für unsere Fitness-Serie hat sich der bekennende Gern-Esser etwas Starkes für den Tag und etwas Leichtes für den Abend einfallen lassen.

Die gesunden Rezepte zum Nachkochen finden Sie hier.

Der Morgen beginnt fleischlos: Karottentatar und Kräuterquark auf Kürbiskernbrot – kalzium- und vitaminreich. Die Möhren blanchiert er. „Rohe Karotten liegen einem wie ein Stein im Magen.“ Im Restaurant werden sie einfach vakuumiert und ein paar Minuten dem Wasserdampf ausgesetzt. „So schmecken sie süßer als roh und sind trotzdem noch knackig.“ Zuhause tut es ein Fünf-Minuten-Bad im kochenden Wasser. Mittags setzt er auf Fisch: Kabeljau, dampfgegart, mit Schmorgurken und Estragoncreme.

„Der Kabeljau ist schön leicht, die Schmorgurken sind eine leckere Sache.“ Die lässt er in Dashi-Sud aus dem Asia-Laden einige Stunden ziehen. Ans Sößchen kommen Butter, Sahne und Senf. Wer will, kann sie auch gleich in größerer Menge einwecken. Jaegers Estragonpüree schließlich bringt noch einen Hauch Frühlingsgrün auf den Teller – voilà.
Abends müssen Vielesser bei Michael Jaeger stark sein: Zum Feldsalat mit Trauben und Walnüssen gibt es kein Brot. „Es sind ja Nüsse dabei. Wer will abends schon schwer essen?“

Weitere Infos unter: www.lasoupepopulaire.de

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