Der Tagesspiegel : Zeugnisse aus 1000 Jahren Christentum

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Das wertvollste und älteste Objekt der neuen Ausstellung „Gott in Brandenburg“ misst nur wenige Zentimeter. Die Gussform für einen Amulettschmuck, der einen gekreuzigten Christus symbolisiert, stammt aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts und war 1983 im Burgwall Spandau gefunden worden.

Die anderen 200 Ausstellungsstücke der Sonderschau im Haus der BrandenburgischPreußischen Geschichte auf dem Neuen Markt in Potsdam sind da von bedeutend größerer Gestalt: Schnitzfiguren, Opferstöcke, Andachtsbilder, Kultgeräte, Gemälde oder Urkunden. Sie symbolisieren die 1000-jährige Geschichte der Christianisierung in Brandenburg. Dieses Motto trägt auch die diesjährige Kampagne des Vereins „Kulturland Brandenburg“.

Seit dem Start im Frühjahr zählten die rund 250 Veranstaltungen an 50 Orten rund 150 000 Besucher. Die Sonderausstellung wird ebenfalls durch zahlreiche Diskussionen und Vorträge begleitet. Rund 1500 Kirchen läuten im weitgehend säkularisierten Brandenburg noch immer täglich. Nicht jede besitzt aber so einen schönen Flügelaltar wie Schorbus im Kreis Spree-Neiße. Die Gemeinde gab das 500 Jahre alte Stück als Leihgabe zur Potsdamer Ausstellung, um es danach restauriert zurückzubekommen. Ste.

Die Ausstellung ist bis 8. Januar 2006 zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags 11–18 Uhr sowie mittwochs 11–20 Uhr. Eintritt fünf, ermäßigt vier Euro.

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