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    Unter Nachbarn

    Kirsten Ulrich, 53 Jahre, engagiert sich im Vorstand des Sporttreffs Karower Dachse e.V. und ist dort für Inklusion zuständig. Kirsten Ulrich gehört außerdem dem Sprecherkreis Netzwerk Inklusion im Sport Berlin an, ist Präsidiumsmitglied des BSB Pankow und Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung LSB-Berlin. Beruflich, so schreibt sie in einer Mail, arbeitet sie als Heilpraktiker, Reha-Trainer und A-Lizenz-Trainer Gesundheit.

    Warum ich mich im Vereinssport engagiere: Sportvereine sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Sie sind der Motor für Integration und Inklusion, wirken gegen die soziale Verarmung und schließen die Lücken in der Kinder- und Jugendarbeit in den Bereichen, die von Familie und Staat nicht abgedeckt werden können. Warum wir das Thema Inklusion bei uns im Verein großschreiben: Inklusion, im weiten Sinne, bedeutet Vielfalt in allen Bereichen, aber auch den Gewinn von Ressourcen, die der Gesellschaft verloren gehen würden. Wir leben Vielfalt im Verein, Geflüchtete, die uns im Ehrenamt unterstützen, oder Beeinträchtigte, die bei uns Trainer oder Sportassistenten werden, jeder nach seinen Möglichkeiten bereichert die Gesellschaft. Was ich mir von der Politik wünsche: Mein Appell an die Polikt ist: Schafft die bürokratischen Hürden ab, die den Vereinen das Leben erschweren und sie in ihrer Arbeit hemmen. Arbeit, die notwendig ist, um unseren Sozialstaat zu fördern und zu erhalten. Die Vereine fühlen sich verunsichert, und in der Angst, etwas falsch zu machen, werden oft viele Dinge nicht umgesetzt.

    Foto: Kitty Kleist-Heinrich

    Wollen Sie sich hier vorstellen, oder kennen Sie jemanden, der in dieser Rubrik vorkommen sollte? Schreiben Sie mir eine Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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von Ulrike Scheffer tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Pankow,

der Pankower AfD ist ein kleiner Coup gelungen. Sie hat einen neuen Kandidaten für den Stadtratsposten im Bezirksamt, der ihr aufgrund des guten Wahlergebnisses zusteht (siehe unten). Doch vielleicht ist dieser Coup eher der eines karrierebewussten Lokalpolitikers. Denn Daniel Krüger, so heißt der neue Kandidat, gehörte bis vor einer Woche der CDU an. Am 4. März hatte er sich sogar noch in den CDU-Kreisvorstand in Tempelhof-Schöneberg wählen lassen. Er scheint also nicht gerade aus politischer Überzeugung zur AfD übergelaufen zu sein. Den „Prenzlauer Berg Nachrichten“ sagte er: „Ich habe eine Chance genutzt, die sich mir geboten hat.“ Wollte Krüger also einfach nur seinen – gut bezahlten – Job behalten? Bis zum vergangenen Herbst war er Stadtrat in Tempelhof-Schöneberg. Er selbst nennt das „abwegig“, wie er meinem Kollegen Felix Hackenbruch am Telefon sagte. Der CDU-Austritt sei Ergebnis eines „üblichen Entfremdungsprozesses“. Der AfD ist Krüger übrigens noch nicht beigetreten. Er begründet das mit „politischer Hygiene“ und damit, dass er Zeit brauche, „sich zu finden“. Das leuchtet ein, schließlich gibt es noch ein paar andere politische Farben, die Krüger ausprobieren könnte. Rot hat er allerdings ebenso wie Schwarz schon hinter sich – in den 1990er Jahren war Krüger fünf Jahre lang SPD-Mitglied. Bleiben noch Grün, Gelb, Tiefrot oder eben Blau.

Ulrike Scheffer lebt seit 16 Jahren im Bezirk und betreut den Pankow-Blog auf tagesspiegel.de. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de.

Ulrike Scheffers Tipp für Sie

Meinen Vorsatz, keine exotischen Fusion-Restaurants in Prenzlauer Berg mehr vorzustellen, muss ich heute brechen. Denn gleich mehrmals ist mir von Freunden und Nachbarn das „Kochu Karu“ in der Eberswalder Straße ans Herz gelegt worden. Die Küche bringt koreanische Spezialitäten mit spanischen Tapas zusammen. Besonders gut gelingt das bei den Fischgerichten. Das Restaurant schaffte es auch in den „Bib Gourmand Deutschland 2017“ – den Guide Michelin für kleinere Budgets. Einheimische mögen die Preise im Kochu Karu allerdings nicht ganz so günstig finden: Ein Hauptgericht kostet zwischen 12 Euro und 22 Euro, Fusion-Tapas (nach buddhistischer Templefood Art) 6-10 Euro pro Gericht. Sie sind es wert!
kochukaru.de

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