• bbbDST_5348_Hoch_20x30cm_300dpi

    Unter Nachbarn

    Thomas Schirm, 53, tritt bei der Bundestagswahl als unabhängiger Kandidat an. Der Biologe arbeitet im Außendienst eines Unternehmens, das im Biotech-Umfeld angesiedelt ist. Mehr über ihn erfahren Sie auf seiner Homepage thomas-schirm.de.

    Warum ich kandidiere: Ich kandidiere, weil ich Dinge gerne anpacken möchte, auch über eine Legislaturperiode hinaus. Das ganze Sozialsystem, Renten- und Krankenversicherung sind in ihrer aktuellen Form als Generationenvertrag nicht mehr haltbar. Hier müssen wir nach Lösungen suchen, doch kein Politiker traut sich ran. Vielen Lenkern scheint auch nicht mehr bewusst zu sein, dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben. Inzwischen fallen zu viele durchs soziale Netz und in Bildung wird zu wenig investiert. Parteilos bin ich, weil ich bei den etablierten Parteien zu große Hürden für Newcomer mit neuen Ideen sehe.

    Was ich erreichen möchte: Eine Sensibilität auch bei Nicht-Wählern zu wecken. Wo werden Dinge in der Politik noch nachhaltig angegangen, wo steht nicht der Profit im Ansehen im Vordergrund? Wo ist noch erkennbar, dass Politik nicht von Industrieinteressen abhängig ist? Ich kann alle Politikverdrossenen verstehen. Auch stehe ich hinter unserem demokratischen System, das Mängel hat, aber auch Möglichkeiten aufzeigt. Wir sind ein reiches Land und leben im Überfluß. Kindern wird beigebracht zu teilen, sich um andere zu kümmern – das sollten wir nicht vergessen.

    Was ich im Wahlkampf gelernt habe:  So platt es klingen mag: It’s all about money. Ich kann keine Plakate aufhängen, keinen Wahlkampfstab für mich arbeiten lassen, keine Werbeagentur, keine zielgruppenspezifische Werbung auf Facebook finanzieren. Ich kann mich auch nicht vom Chauffeur oder per Hubschrauber von einer Veranstaltung zur nächsten bringen lassen. Wenn ich mit Leuten sprechen konnte, habe ich sehr gutes Feedback erhalten. Da ich alleine bin, kann ich aber keine 20.000 Personen direkt ansprechen. Dennoch konnte ich viele Nichtwähler motivieren, doch wählen zu gehen, obwohl sie den Berufspolitiker ablehnen, weil er die Leute nicht mehr versteht oder nur sogenannte faule Kompromisse eingeht. Das zeigt mir: Ich kann es schaffen – meine Ideen sind die richtigen.

    In den vergangenen Wochen haben an dieser Stelle bereits Stefan Liebich (Die Linke), Daniela Kluckert (FDP), Gottfried Ludewig (CDU), Georg Pazderski (AfD), Klaus Mindrup (SPD) und Stefan Gelbhaar (Grüne) unsere Fragen beantwortet. Die Kandidatin der Satirepartei Die Partei, Maria von Bolla, hatten wir schon früher vorgestellt.

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
von Ulrike Scheffer tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Pankow,

dies ist der letzte Newsletter vor der Bundestagswahl und dem Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel. Sollten Sie noch unentschlossen sein, wie Sie wählen und abstimmen wollen, finden Sie unten die letzten Wahlkampftermine der Parteien und ihrer Kandidaten. Auch ein paar Schmonzetten aus dem Wahlkampf haben wir zusammengetragen. Viele weitere Infos finden Sie in unserem Wahlspezial und dem Themenschwerpunkt zu Tegel auf tagesspiegel.de. Darunter ein Beitrag meiner Kollegin Fatina Keilani zur Rechtslage des Flugbetriebs und ein Wahlkreisporträt über den Bezirk von mir. Wenn Sie ein Gefühl für die Größe von TXL und seinen Lärmschutzzonen bekommen möchten, empfehle ich Ihnen außerdem unsere interatktive Karte unter digitalpresent.de/txl.

Pankows Jugend durfte übrigens schon am vergangenen Freitag wählen. Die Grünen schnitten dabei mit 23,6 Prozent am besten ab, was vielleicht nicht ganz so überraschend ist. Dass die CDU (18,6 %) vor der Linken (17 %) landete und die SPD (14 %) nur den vierten Platz belegte, ist dagegen bemerkenswert. Die AfD kam auf vier Prozent. Mehr über die U-18-Wahl und die Ergebnisse lesen Sie hier.

Ulrike Scheffer lebt seit 16 Jahren im Bezirk und betreut das Pankow-Portal auf tagesspiegel.de. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de

Ulrike Scheffers Tipp für Sie

Diemal kurz, aber besonders gut: Das Stadteilzentrum Pankow (STZ) veranstaltet am Samstag, 23. September, eine Kleidertauschbörse. Zwischen 15 und 18 Uhr können gut erhaltene und saubere Kleidungsstücke gegen eine „neue“ Garderobe getauscht werden. In diesem Fall keine Kindersachen, sondern ausschließlich Erwachsenenkleidung. Das STZ liegt an Schönholzer Straße 10 und hat auch ein nettes Café und einen schönen Garten. stz-pankow.de

Sicher und bequem umziehen:

Jetzt kostenlos Umzugsangebote anfordern und bis zu 70% sparen.


Eine Kooperation mit MOVE24