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    Unter Nachbarn

    Katrin Mirtschink betreibt seit fünf Jahren „Pankebuch – die schönsten Bücher des Nordens“ nahe dem Bürgerpark in der Wilhelm-Kuhr-Straße 5. Ihre Buchhandlung wurde in diesem Jahr mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Am vergangenen Wochenende konnte sie Angela Merkel (CDU) im wöchentlichen Video-Podcast der Kanzlerin Fragen zum Stellenwert des Lesens und zur Entwicklung des Buchhandels stellen.

    Wie kam es dazu, Frau Mirtschink? Ende September rief ein Mitarbeiter des Bundespresseamtes an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Frau Merkel für die Videobotschaft zu befragen. Vor der Frankfurter Buchmesse passte das Thema gut, und weil wir zu den Preisträgern des Buchhandelspreises gehören, war die Wahl auf mich gefallen. Ich habe spontan zugesagt, diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die Aufregung kam erst später.

    Und wie war es dann? Im Kanzleramt wurde ich zunächst verkabelt, bekam meine Position an einer Art Stehpult zugewiesen und erhielt einige Anweisungen – möglichst still stehen, nicht mit dem Papier rascheln und so weiter. Als die Kanzlerin kam, durfte ich nicht einmal auf sie zugehen, weil die Kameraeinstellung schon eingerichtet war. Während Frau Merkel verkabelt wurde, haben wir aber ein wenig plaudern können. Sie stand mir ja direkt gegenüber. Ich habe sie dabei als sehr aufmerksam und zugewandt erlebt. Sie hat mir zum Beispiel erzählt, dass die Pankow ganz gut kennt, weil ihre Großeltern in Heinersdorf lebten.

    Waren Sie mit den Antworten der Kanzlerin zufrieden? Sagen wir mal so: Sie hat sich insgesamt sehr diplomatisch ausgedrückt. Aber es gab auch konkrete Aussagen. Besonders gefreut hat mich, dass sie sich zur Buchpreisbindung bekannt hat, die für uns Buchhändler so wichtig ist. Das wurde dann auch in den Medien aufgegriffen. Sie hat auch gesagt, dass es wichtig ist, gerade kleine Buchhandlungen zu unterstützen. Und der Nachholbedarf Deutschlands bei der digitalen Bildung scheint auch endlich in der Politik angekommen zu sein.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-u.scheffer@tagesspiegel.de

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von Ulrike Scheffer tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Pankow,

früher war Prenzlauer Berg außerhalb Berlins Sehnsuchtsort für Stuttgarter, Karlsruher und Münsteraner. Doch die Zeiten sind offenkundig vorbei. Heute gilt der Prenzlberg nicht einmal mehr in Köln-Sülz – ja, das gibt es wirklich – als kultiges Szeneviertel. Im Kölner Stadtanzeiger beklagte sich jetzt ein Sülzer (!), er fühle sich langsam wie in Klein-Prenzlauer-Berg  – und das war nicht als Kompliment gemeint. Der Süden unseres Bezirks steht für den Mann vielmehr für eine Generation junger Mütter und Väter („SUV-Fraktion“), die ihre Eigentumswohnung dem elterlichen Vermögen verdankt und denkt, dass ihr alles zusteht. Das ist starker Tobak.

Alexander Dobrindt, früher Verkehrsminister, jetzt Landesgruppenchef der CSU im Bundestag, sieht das ganz anders. Beim Deutschlandtag der Jungen Union begründete er eine Obergrenze für Flüchtlinge mit dem Spruch: „Deutschland ist nicht Prenzlauer Berg.“ Sagen wollte er damit wohl, dass Flüchtlinge nicht überall so willkommen sind wie bei uns. Das Problem ist nur: Auch er meinte das nicht positiv. Aus seiner Sicht wird Prenzlauer Berg von weltfremden Träumern und Weltverbesserern bevölkert – was allerdings immer noch besser ist als das Ego-Szenario aus Sülz.

Ulrike Scheffer lebt seit 16 Jahren im Bezirk und betreut das Pankow-Portal auf tagesspiegel.de. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de

Ulrike Scheffers für Sie

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