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    Unter Nachbarn

    Johannes Krätschell, 40, Autor und überzeugter Alt-Pankower. “Meine Postleitzahl war immer 13187”, sagt er stolz von sich. Sein gerade erschienener Roman “Herr Schlau-Schlau wird erwachsen” spielt natürlich auch in seinem Kiez, dem Florakiez. Das Buch ist die liebenswert-komische Geschichte einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft und eine Hommage an den Osten zur Zeit der Wende. Am Freitag, 31. März, stellt er es um 20 Uhr im Café Stilbruch (im Jup) in der Florastraße vor.

    Wie sich mein Kiez verändert hat: Es ist voll geworden hier, und die Funktionsjacke hat die Kittelschürze beinahe vollständig abgelöst. Warum ich über diese Veränderungen schreibe: Um das festzuhalten, was verschwunden ist, und um den liebenswerten Rest zu erhalten. Wo das alte Pankow noch lebt: Im BIP (Bier in Pankow, Kreuzstraße) und im Havanna (Wollankstraße). Am besten geht man am selben Abend hin. Auch die Eiche ist ein Anlaufpunkt geworden, wo sich Ureinwohner treffen. Außerdem Samstagvormittag auf dem Wochenmarkt am Anger und bei Bäcker Gabriel.

    Mehr über das Leben von Johannes Krätschell und über seinen Roman lesen Sie unter tagesspiegel.de.

    Wollen Sie sich hier vorstellen, oder kennen Sie jemanden, der in dieser Rubrik vorkommen sollte? Schreiben Sie mir eine Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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von Ulrike Scheffer tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Pankow,

viele Eltern schlafen gerade richtig schlecht. Jedenfalls Eltern, deren Kinder im Sommer die Grundschule verlassen. Bis nächsten Dienstag müssen sie sich für eine weiterführende Schule entscheiden; drei Wünsche dürfen sie angeben. In Pankow ist das allerdings gar nicht so einfach. Weil es so viele Schüler gibt, muss man auch für einen Platz an einem eher durchschnittlichen Gymnasium inzwischen einen Einser-Schnitt vorweisen können. Wer das nur knapp erreicht oder gerade so verfehlt, geht ein Risiko ein, wenn er ein Gymnasium als Erstwunsch wählt. Wenn es nicht klappt, kann man auf den Zweit- und Drittwunsch kaum bauen, denn diese Schulen sind vermutlich schon mit Erstwünschen voll ausgebucht. Also lieber gleich eine gute Sekundarschule als ersten Wunschkandidaten angeben? Und wenn das alle machen? Also doch volles Risiko? Fragen über Fragen, die die ganze Schulmisere in Berlin wieder einmal mehr als deutlich machen. Auch meine Kollegin Susanne Vieth-Entus hat gerade wieder über Missstände berichtet. An vielen Schulen etwa fehlen Rektoren und Konrektoren, und obwohl endlich Geld für Sanierungen da ist, wird an Berlins Schulen kaum gebaut.
tagesspiegel.de (Schulsanierung); tagesspiegel.de (Personalprobleme)

Ulrike Scheffer lebt seit 15 Jahren im Bezirk und betreut den Pankow-Blog auf tagesspiegel.de. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de.

Unser Tipp für Sie

Neu in der Pappelallee: Mit seiner asiatisch-kalifornischen Fusionküche hat das “Mrs. Robinson” offenbar einen Nerv getroffen. Jedenfalls ist das neue Lokal in der Pappelallee von Anfang an gut besucht. Nicht ohne Grund, sagt mein Kollege Kai Röger, der es getestet hat. Er lobt vor allem “die ausgefeilt gefüllten Bao-Brötchen”. (Falls Sie wie ich nicht wissen, was das ist: Meine Google-Recherche ergab, es sind gedämpfte chinesische Brötchen.) Die besondere Empfehlung des Kollegen ist aber das: roher Grünkohl mit hausgemachtem Bacon, gepellten “Rosinen”-Tomaten, chinesischem Tahini und in Salz getrocknetem Entenei. (Wer das in Betracht zieht, möge die Zutaten bitte selber recherchieren.)
mrsrobinsons.de

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