BVG bedankt sich fürs Straßenbahnschieben : Wir schieben, weil wir dich lieben ...

Eigentlich heißt es ja: "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt." Dass auch ganze Straßenbahnen geschoben werden können, machten Fahrgäste der BVG nun vor.

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Touristen schieben die Tram zurück, damit sie wieder Strom bekommt.
Touristen schieben die Tram zurück, damit sie wieder Strom bekommt.Foto: Thomas Schröder

Is mir nicht egal!

Warmherzig dankte das Unternehmen am Morgen danach den ebenso mutigen wie starken Fahrgästen einer Straßenbahn der Linie 1. Diese war im Gewittersturm am Montagabend gegen 19.30 Uhr in der Oranienburger Straße liegengebeblieben, weil ein Baum in die Oberleitung geweht war. Die Leitung riss, der Strom war weg, die Straßenbahn stand. Als der Fahrer seinen Passagieren die Situation schilderte und erklärte, dass ihn und seine vollbesetzte Tram nur ein paar Meter von der nächsten Stromzufuhr trennten, stiegen die Fahrgäste kurzerhand aus und schoben die immerhin rund 30 Tonnen wiegende Straßenbahn so weit zurück, bis sie wieder aus eigener Kraft fahren konnte.

Das teilte am Dienstag die Pressestelle der BVG mit. Und weiter: "Leider konnte sich der Fahrer in der Hektik nicht die Namen der tatkräftigen Fahrgäste aufschreiben. Die BVG bedankt sich jedoch ganz herzlich bei ihren Helfern und ist sich seit gestern sicher: Sollte es bei zukünftigen Ausgaben der Tram-Europameisterschaft eine Publikumsdisziplin 'Tram-Schieben' geben, sind die Berlinerinnen und Berliner absolute Favoriten."

Diese Tram-EM hatte gerade in Berlin stattgefunden, allerdings noch ohne die Disziplin "Schieben"

Die Feuerwehr räumte den Baum beiseite, Techniker der BVG reparierten die Oberleitung: Ab 22 Uhr fuhren wieder Straßenbahn durch die Oranienburger Straße.

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