Schule : Der Bestseller zum Zweiten

Bei Renault geht jetzt der neue Scénic an den Start

Ingo von Dahlern

Er kam, sah und siegte – der kompakte Minivan Mégane Scénic, der 1996 als dritte Variante der Mégane-Familie an den Start ging. Denn nach dem Erfolg der klassischen großen Vans war die Zeit reif für preiswertere und kompaktere Varianten. So trat Renault mit diesem Auto offene Türen ein. Mehr als zwei Millionen Scénic rollten bis heute von den Bändern, davon mehr als 280 000 Einheiten nach Deutschland – ein Bestseller.

Diesen Erfolg fortzuführen tritt jetzt die zweite Generation des Scénic an. In einem Markt allerdings, der längst nicht mehr Renault allein gehört. Denn sowohl die großen Marken aus Deutschland und Europa sowie auch Japaner und Koreaner bieten heute ernst zu nehmende Konkurrenzmodelle an. Für Renault ein Grund, beim neuen Scénic einige typische Akzente zu setzen. Der auf den ersten Blick auffälligste ist das Design – die neue Linie von Renault, die sich in der Scénic-Front ebenso wiederfindet wie im Heckabschluss und dieses Auto unverwechselbar macht. Der zweite ist das gute Platzangebot im Innenraum des Fünfsitzers, der mit vier Designlinien (Authentique, Expression, Dynamique, Privilège) und drei Ausstattungsniveaus (Scénic, Confort und Luxe) antritt.

Überzeugend gelöst hat Renault das Sitzsystem im Fond. Drei Einzelsitze gibt es hier. Der mittlere ist ein wenig schmaler. Und ab Ausstattung Confort sind die in Schienen fixiert. So lassen sie sich in Längsrichtung um 22 Zentimeter verschieben und außerdem die Rückenlehnen neigen. Baut man den mittleren Sitz aus und schiebt die äußeren nach innen, so erweitert sich deren Längsverstellbereich um zehn Zentimeter. Das bedeutet Platz auf dem Niveau der gehobenen Klasse im Scénic, dessen Laderaum sich zwischen 430 und 1840 Liter variieren lässt. Zusätzlich gibt es viele Ablagen, darunter zahlreiche Schubfächer unter den Sitzen und als neues Angebot ein zentrales Schiebestaufach – einen 91 Liter fassenden Container, der sich um 30 Zentimeter in der Länge verschieben lässt und somit für alle Passagiere bequem erreichbar ist.

Bequem erreichbar für den Fahrer ist der Joystick-Schalthebel, der in die Armaturentafel mit ihren mittig angeordneten Instrumenten integriert ist. Mit ihm lassen sich die Getriebe, das bewährte Fünfganggetriebe und das neue Sechsgang-Getriebe von Nissan für die Spitzenmotorisierungen, bequem und sicher schalten. Fünf Motoren stehen zum Marktstart zur Wahl - drei Benziner und zwei moderne Turbodiesel mit Common Rail. Bei denen beeindruckte bei ersten Probekilometern vor allem der 1.9 dCi mit 88 kW (120 PS). Denn er macht den Scénic verblüffend agil, lässt ihn binnen 12,1 Sekunden Tempo 100 und maximal 188 km/h erreichen und erledigt seine Arbeit so leise, dass man nicht hört, dass man es mit einem Diesel zu tun hat. Und bei einem Verbrauch von durchschnittlich 5,8 l reicht eine Füllung des 60-Liter-Tanks problemlos für 1000 Kilometer und mehr. Verglichen mit diesem Top-Diesel fühlt sich der kleinere 1.5 dCi mit seinen 60 kW (82 PS) erst einmal ein wenig zäh an. Obwohl auch der mit 15,7 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 165 km/h recht flott ist und mit nur 5,0 l/100 km noch erheblich sparsamer.

Basistriebwerk bei den Benzinern ist der 1.4 16V mit 72 kW (98 PS), der binnen 14,3 Sekunden Tempo 100 und maximal 174 km/h erreicht und 7,2 l/100 km verbraucht. Besonders ausgewogen zeigte sich der 1.6 16V mit 83 kW (113 PS), der binnen 12,5 Sekunden Tempo 100 und maximal 185 km/h erreicht und 7,2 Liter verbraucht. Und wer eine besonders flotte Gangart liebt, kann die mit dem 2,0 16V erleben, der den Spurt auf Tempo 100 binnen 10,3 Sekunden absolviert und 195 km/h erreicht – bei einem Verbrauch von 8,0 l/100 km. Dieses Triebwerk gibt es wahlweise mit Sechsgang-Getriebe und Viergang-Automatik, die später auch für den 1.6 16V angeboten wird.

Schon die Limousinen des Mégane überzeugen durch ihr besonders sicheres und zugleich komfortables Fahrverhalten. Der Scénic knüpft hier nahtlos an, bietet uneingeschränkten Limousinenkomfort und lässt sich auf Wunsch auch sehr sportlich bewegen - ein Auto, das Fahrfreude bereitet. Und für den Fall, dass man sich oder das Fahrzeug doch einmal überfordert, greift die zur Serienausstattung gehörende Fahrdynamikregelung ESP ein, deren zweite Generation bei Renault mit der Understeering Control kombiniert ist, die das individuelle Bremsen mehrerer Räder zugleich erlaubt.

Wer besonders hohen Ausstattungskomfort wünscht, kann sich seinen Scénic mit vielen Features der Oberklasse ausstatten – vom schlüssellosen Einstieg über Klimaautomatik, Tempopilot und Geschwindigkeitsbegrenzer sowie die Reifendruckkontrolle bis zum Pax-Reifen mit Notlaufeigenschaften, dem Navigationssystem mit dynamischer Routenführung, Bi-Xenon-Licht und dem großflächigen Panoramadach, das für 950 Euro 1,6 Quadratmeter Himmel freigibt. Die Preise beginnen bei 17800 Euro und reichen bis zu 24650 Euro.

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