Debatte um Kanzlerkandidaten der SPD : "So sympathisch wie Fußpilz"

Gut zwei Jahre vor den nächsten planmäßigen Bundestagswahl beginnt in der SPD eine Debatte um den nächsten Kanzlerkandidaten. Parteivize Ralf Stegner warnt seine Partei vor einem Frühstart.

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SPD-Vize Ralf Stegner.
SPD-Vize Ralf Stegner.Foto: pa/dpa

SPD-Vize Ralf Stegner hat seine Partei vor einer verfrühten Diskussion über die Kanzlerkandidatur zur Bundestagswahl 2017 gewarnt. Dem Tagesspiegel sagte Stegner: "Mir ist diese Debatte 2015 für die SPD so sympathisch wie Fußpilz."   Dies gelte auch für Hymnen auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) oder pessimistische Wahlvorhersagen.  "Wir sollten jetzt hart arbeiten und mit klarem SPD-Profil antreten - alles andere kommt 2016 früh genug."  

Stegner reagierte damit auf Äußerungen des stellvertretenden SPD-Fraktionschefs Axel Schäfer, der sich im "Spiegel" für EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als möglichen Kanzlerkandidaten ausgesprochen hatte. Dem Tagesspiegel sagte Schäfer, nach dessen herausragendem Europawahlkampf sei klar, "dass Martin Schulz die Kanzlerkandidatur übernehmen könnte". Die SPD verfüge aber "Gott sei Dank" über weitere geeignete Persönlichkeiten. Neben SPD-Chef Sigmar Gabriel, der als Parteivorsitzender das erste und letzte Wort habe,  zähle  "ohne Zweifel" auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier dazu.

  

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