• Nina Vladi

    Nina Vladi

    , Kunstrestauratorin, Zehlendorf

    Unter Nachbarn

    Ich bin gebürtige Litauerin, Trägerin der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Gründerin des Vereins: “Kinder-Kunst-Museum“ (KKM) in Zehlendorf.

    Das gefällt mir: Am Anfang an habe ich nicht gedacht, dass der grüne Bezirk mich 40 Jahre festhalten würde. Inzwischen ist Zehlendorf, nach zwei Migrationswegen, für mich feste Bleibe und „erste Heimat“ geworden. Die Seen, Wälder und Grünanlagen sind besonders für Kinder wichtig – und wir haben hier im Bezirk ja auch ein bisschen dörfliches Leben, direkt an der Großstadt. Das mache ich: Seit seiner Gründung 1993 gebe ich in meinem „Mansarde Atelier“ dem Kinder-Kunst-Museum eine Bleibe und „Asyl”. Seither haben wir viele Vorhaben in Berlin und besonders in unserem Bezirk in die Tat umgesetzt: So sind wir jedes zweite Jahr mit der Welt-Kinderkunst-Ausstellung und dem Mitmachprogramm „Spiel, Kunst und Musik“ zu Gast im Museum der Domäne Dahlem, unterstützt von Partnern aus 82 Ländern. Für Schulkinder bieten wir interaktive Projekte zur Förderung der Toleranz, gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus, außerdem außerschulische Bildungsprojekte zur Völkerverständigung mit Präsentationen von Kulturen aus fünf Kontinenten und vieles mehr. Das ist mein Anliegen: Was ich mir von Herzen wünsche, wäre eine feste Bleibe für das in Deutschland einzigartige Kinder-Kunst-Museum. Hier können Kinder ihre Talente entdecken, sich mit Kindern aus aller Welt über die Kunst austauschen und Freundschaften schließen. Von den Verantwortlichen wünsche ich mir, dass sie mit offenen Augen und Ohren und mit Herz und Verstand auch den „leisen Stimmen“ zuhören, um ihnen wirkliche Unterstützung zukommen zu lassen.

    Wollen Sie sich oder jemand anderen in dieser Rubrik vorstellen? Haben Sie etwas Besonderes im Bezirk entdeckt? Oder ärgert sie etwas, und Sie wollen darauf aufmerksam machen? Dann schreiben Sie mir unter leute-m.raack@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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Maike Raack von Maike Edda Raack tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Steglitz-Zehlendorf,

das neue Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf arbeitet derzeit mit einem Bezirksstadtrat weniger als vorgesehen. Zur Erinnerung: Die ursprünglich als zweite SPD-Kandidatin vorgesehene Franziska Drohsel war bei der Wahl zur Stadträtin in der November-BVV an den Stimmen von CDU, FDP und AfD gescheitert; das Bezirksamt startete daraufhin mit vier Stadträten.

Die seither vakanten Ressorts Jugend, Gesundheit und Integration hat vorübergehend Michael Karnetzki (SPD) zusätzlich zu den Ämtern Bürgerdienste, Ordnungsamt und Verkehr übernommen. Doch nun ist Entlastung in Sicht: Habemus eine zweite SPD-Stadtratskandidatin!

Der SPD-Kreisvorsitzende Ruppert Stüwe sagt dem Leute-Newsletter, der SPD-Kreisvorstand habe sich nun auf Carolina Böhm, bisher Gleichstellungsbeauftragte im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, geeinigt. Am 26. Januar soll nun die Kreisdelegiertenversammlung Böhm als Stadtratskandidatin nominieren. Böhm kenne Bezirkspolitik aus der politischen und der Verwaltungsperspektive und bringe durch ihre Erfahrung in der Berufsorientierung und ihre Ausbildung in Deutsch als Fremdsprache die perfekte Kombination für das Ressort Integration und als künftige Jugendstadträtin mit. “Wir hatten dem Bezirk auch bereits mit Franziska Drohsel ein gutes Angebot gemacht”, sagt Stüwe. Nun habe es eben länger als einen Monat gedauert, um eine geeignete Kandidatin zu finden. Nach der offiziellen Nominierung steht dann noch die Wahl in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 15. Februar an.

Maike Edda Raack hat Romanistik und Politikwissenschaften studiert. Für den Tagesspiegel ist sie seit 2007 im Einsatz. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-m.raack@tagesspiegel.de.

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Maike Raacks Tipp für Sie

Bilder, die stehen, liegen und fahren. „Leaving the Place“, zu deutsch „den Ort verlassen“, heißt eine Rauminstallation des Künstlers Dominik Halmer in der Schwartzschen Villa. Halmer, der in Düsseldorf und Wien studierte und gerade erst Werke in Los Angeles ausgestellt hat, zeigt nun in Steglitz „mobile Bildeinheiten“, die die Besucher dazu auf- und herausfordern, eine aktive Sichtweise auf die Dinge einzunehmen, also eine feststehende Perspektive zu “verlassen” und somit an neue Bewusstseins-”orte“ der Wahrnehmung zu gelangen. „Die Rollen, Beine und Griffe an den Leinwänden sind Werkzeuge, um beim Betrachter einen mentalen Aktivierungsimpuls auszulösen”, sagt Halmer. Die Betrachter sollen in ihrer Vorstellung die Exponate anfassen und bewegen, und sich vorstellen, dass die Leinwand selbst ihren Ort verlässt. “Mich interessieren dabei Vorstellungen von wandelbaren Seinszuständen der Dinge”, sagt Halmer. Seine Bilder können stehen, liegen und auch fahren: Sie sind Malerei oder auch Relief, Objekt oder gar Skulptur.

Eröffnung am Dienstag, 17. Januar, 18 Uhr, Schwartzsche Villa, Galerie, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, bis 5. März 2017, Eintritt frei
kultur-steglitz-zehlendorf.de

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