Kanzlerin Merkel eilt über die Luftfahrtmesse. Die Branche ist sauer wegen der geplanten Flugabgabe.
Kevin P. Hoffmann

IATA-Konferenz und Ila: Die Flugzeugbranche feiert sich selbst. Aber die geplante Abgabe in Deutschland trübt die Stimmung
Die Industrieverband BDLI gibt seine Entscheidung für Selchow bei Schönefeld als Standort der Luftfahrtmesse ILA 2012 bekannt - und bestätigt damit einen exklusiven Bericht des Tagesspiegels.
Der Preis steckt im Bohrloch, heißt es in der Ölbranche. Das stimmt – aber nur zum Teil. Denn die Wertschöpfungskette vom Rohöl bis zur Zapfsäule ist lang, sie hat mindestens acht Glieder.
Es war ein würdeloses Schauspiel um den künftigen Standort der Ila. Dass die Luft- und Raumfahrtshow auch ab 2012 weiter bei Berlin stattfinden wird, daran hatte während des monatelangen Gerangels kaum ein Experte gezweifelt.
Natürlich geht es auch um die iranische Atomsucht, um Griechenland, Spanien und den Fall des Euro. Jenseits dieser akuten Themen wollen die Staats- und Regierungschefs der EU und Russlands auf ihrem heute beginnenden Gipfel in der russischen Industriestadt Rostow am Don auch über Dauerbrenner reden.

CO2-freie Kohlekraftwerke gibt es nicht - man kann das Klimagas jedoch isolieren und speichern. Doch gegen solche Lagerstätten formiert sich Widerstand. Vattenfall setzt deshalb auf die Finanznot vieler Kommunen.

Die Flugzeugindustrie träumt vom sparsamen und sauberen Fliegen, ihre Manager stehen sich dabei aber selbst im Weg.

Lufthansa stellt den ersten Riesen-Airbus A 380 in Dienst. Künftig können jeweils acht Passagiere das Fliegen ganz neu erleben.
Zwar ist die Absicht der Koalition, Finanzgeschäfte künftig zusätzlich zu besteuern, noch sehr vage formuliert, gleichwohl hat die Ankündigung am Dienstag bereits für Aufregung in der Branche gesorgt.
Der Kampf gegen Spekulation ist am Dienstag in Europa entscheidend vorangekommen. Die EU will Hedgefonds künftig kontrollieren und strebt eine Steuer auf Finanztransaktionen an. Die Bafin untersagt ungedeckte Leerverkäufe.
Wirtschaftsspionage aus dem Ausland kostet deutsche Unternehmen jährlich bis zu 50 Milliarden Euro. Vor allem die chinesischen Geheimdienste sind gut informiert.
Dubai, Miami und Mombasa kommen als neue Nonstop-Fernziele auf den Berliner Flugplan. Doch drei Air-Berlin-Schwalben machen noch keinen Sommer.
Pünktlich zum Richtfest am Großflughafen BBI kündigt Air Berlin drei neue Verbindungen an. Ganz ohne wirtschaftliches Risiko ist die Aufnahme der Strecken aber nicht.
Der Vulkan Eyjafjöll hat sich beruhigt, es wird wieder geflogen, doch am Boden ist noch gar nichts gut. Die Fluggesellschaften fürchten, mit den Kosten der Ausfälle alleingelassen zu werden.
Kürzung der Fördersätze um elf bis 16 Prozent: Nach monatelangem Streit um Details hat sich die Regierungskoalition auf eine Reform der Solarförderung verständigt.
Allen Negativmeldungen zum Trotz: In der Luft- und Raumfahrtindustrie sind die Umsätze im vergangenen Jahr um vier Prozent auf den Rekordwert von 23,6 Milliarden Euro gestiegen.
Der Luftraum ist wieder freigegeben. Wie schlimm war’s – für Passagiere und Unternehmen? Welche Lehren können gezogen werden?
Der internationale Luftfahrtverband Iata beziffert die Kosten, die den Fluggesellschaften durch die tagelangen Startverbote wegen der Vulkan-Aschewolke entstanden sind, auf bislang mehr als 1,3 Milliarden Euro. Der Verband rügte am Mittwoch erneut Europas Regierungen wegen ihres Krisenmanagements und forderte die Politik auf, die Fluggesellschaften finanziell zu unterstützen.

Ab heute entscheidet sich, wie es mit der Förderung von Solarstrom weitergeht. Die ostdeutschen Länderchefs sind gespalten.

Von Autoindustrie bis Blumenhandel: Der Vulkan schadet Deutschlands Wirtschaft stündlich mehr. Die Aktien von Lufthansa und Air Berlin verloren deutlich.

Im April 1985 kam die "erste elektronische Stromsparlampe" auf den Markt – und wird seitdem von vielen leidenschaftlich gehasst.
Der Vulkan auf Island spuckt unvermindert seine Asche in die Atmosphäre. Die Aschewolke legt Europas Flugverkehr lahm – mit immensen Folgen.

Die Flughäfen lehnen die sperrigen Geräte ab: Die Erholung der gesamten Branche werde gefährdet.