Der Nahe Osten in Aufruhr. Jeden Tag berichten Zeitungen, Fernsehen und Radio über neue Untaten.
Martin Gehlen
Der Islam ist gefragt. Seit dem Attentat am 11.
Papst Johannes Paul II. hat mit einem Machtwort den Ausnahmeweg des Bistums Limburg in der Schwangeren-Konfliktberatung beendet.
Ohne diese beiden Sätze sähe die Welt heute anders aus. Sie stehen in der Bibel und haben die Grundlage für das moderne Arbeitsethos gelegt.
Iran hat die Verbündeten der Vereinigten Staaten aufgefordert, die USA im Kampf gegen den Terrorismus von möglichen militärischen Alleingängen abzubringen. Der iranische Außenminister Kamal Charrasi sagte vor einer Unterredung mit Außenminister Joschka Fischer am Mittwoch in Berlin, in der US-Politik zeichne sich ein Unilateralismus ab, der "nicht sehr hilfreich" sei.
Osama bin Laden hatte einen Vorgänger. Er lebte vor 900 Jahren und hieß Hasan-i Sabbah - der islamische Top-Terrorist des Mittelalters.
3,2 Millionen Muslime leben inzwischen in Deutschland. Und ihr Verständnis vom Islam hat sich beträchtlich gewandelt - hin zu einem von der westlichen Moderne geprägten Euro-Islam.
Frauen als Priesterinnen. In der evangelischen Kirche ist das seit Ende der 60er Jahre Praxis, in der anglikanischen Kirche von England gibt es sie seit 1993, bei den Alt-Katholiken seit 1996.
Er versteht sich nicht als Widersacher Roms oder einsamer Kirchenrebell. Von Trubel um seine Person hält er nichts.
Private Altersvorsorge. Die neue zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge ("Riester-Rente") soll das Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus abfedern.
In vielem ist Johannes Paul II. ein Rekordhalter - auch bei den Heiligsprechungen.
Als erstes Land nach Afghanistan nehmen die USA bei ihrer Kampagne gegen den internationalen Terrorismus offenbar Somalia ins Visier. Es sei nicht mehr die Frage, ob Washington den Terrorismus auch in dem ostafrikanischen Land bekämpfen würde, sondern nur noch wie, hieß es am Mittwoch in Brüssel am Rande des Nato-Verteidigungsministertreffens aus deutschen Regierungskreisen.
Wieder ist eine Kluft zwischen Ost und West schmaler geworden. Brandenburg ist noch nicht Baden-Württemberg.
Patentrezepte gibt es nicht. Der Optimismus ist verflogen.
Die katholische Laieninitiative Donum Vitae hat Bürger und Firmen dazu aufgerufen, sich an der von ihr gegründeten Stiftung zur Finanzierung katholischer §-218-Beratungsstellen zu beteiligen. Das bislang eingezahlte Anfangsvermögen von 125 000 Mark müsse auf mehrere Millionen Mark erhöht werden, "wenn eine nachhaltige Finanzierung von Donum Vitae erreicht werden soll", sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Friedrich Kronenberg, in Berlin.
Vom Ramadan ist in diesen Tagen viel die Rede. Der heilige Monat der Muslime - für die meisten Deutschen war er noch bis vor einigen Wochen praktisch kein Begriff.
Niemand gab Beate S. das letzte Geleit.
Vor zwei Jahren wurde das Bundesamt für Zivilschutz aufgelöst. Die Analysen der Kommission zum Schutze der Zivilbevölkerung gammeln in den Schubladen des Innenministeriums.
Lebensmittel aus Kampfbombern - diese US-Taktik bereitet einigen Hilfsorganisationen Bauchschmerzen. Humanitäre Einsätze müssten strikt getrennt sein von militärischen Aktionen, fordern etwa die "Ärzte ohne Grenzen" und Oxfam International.
Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm. Bislang haben die Luftangriffe auf Afghanistan noch nicht das befürchtete Flüchtlingschaos ausgelöst.
Beim Thema Euthanasie dominieren zwischen Deutschland und den Niederlanden die schrillen Töne. Seit dort die Tötung auf Verlangen unter bestimmten Umständen gesetzlich erlaubt ist, hagelt es Kritik nicht nur vom Europaparlament, sondern auch von Seiten des Bundestages und der deutschen Kirchen.
Osama bin Laden stammt aus Saudi-Arabien, dem Heiligen Land der Muslime. Seine Regierung hat den Top-Terroristen vor Jahren des Landes verwiesen und distanziert sich demonstrativ von ihm.
Die Hypothek war unermesslich. Sechs Millionen Juden haben die Deutschen ermordet - ein Drittel des ganzen Volkes Israel.
Seit Monaten beherrscht der Nahe Osten die Schlagzeilen. Ein Frieden ist in weite Ferne gerückt, die Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern ist inzwischen so gewalttätig und verbittert wie nie zuvor.