Im Staat Israel hat es nie gleiches Recht für alle Bürger gegeben. Seit 1948 werden die palästinensischen Bürger systematisch diskriminiert.
Martin Gehlen
Rache ist maßlos. Das beklagt das Alte Testament.
Tommy Thompson versteht sein Geschäft. Als der republikanische Politiker 1987 zum Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin gewählt wurde, machte er Welfare zu seinem zentralen Thema.
Er ist der zweitmächtigste Mann im Vatikan. Kein anderer hat das Pontifikat von Johannes Paul II.
Noch nie war eine Papstreise von solchen Turbulenzen begleitet. 10 000 Menschen zogen durch die Straßen der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Spruchbändern wie "Papst, Wegbereiter des Antichristen" und "Orthodoxie oder Tod".
Phowuisile Mkhizie lächelt. Mit stolzer Kopfbewegung weist die junge Frau auf ihr Maisfeld, das sie zusammen mit Mutter und Tochter bestellt.
Ein guter Tag für Iran. Das Volk hat gesprochen - einmütig und überwältigend.
Palästinenser erschießen einen jüdischen Siedler aus dem Hinterhalt, Panzer feuern auf Arafats Polizisten und verwüsten Felder im Gazastreifen. Militante Hebron-Siedler zünden im arabischen Stadtzentrum Autos und Geschäfte an.
Unter den katholischen Bischöfen rumort es. Teilweise verwundert, teilweise zustimmend verfolgen sie die Interviews der Kölner und Berliner Oberhirten, die in regelmäßigen Abständen hart mit der CDU/CSU ins Gericht gehen und mehr katholische Distanz zur Union verlangen.
Ihre genaue Zahl kennt niemand. Wahrscheinlich sind es mittlerweile Hundertausende, die "illegal" in Deutschland leben und arbeiten.
Geschichte und Hoffnung: Das sind die beiden Schlüsselbegriffe in den vielen Gesprächen, die Israels Außenminister Schimon Peres in Berlin führt. Gespräche vor allem über die gespannte Lage in Nahost, aber auch über Israels Verhältnis zu Deutschland.
Die Aufregung ist groß. Union, Betriebskrankenkassen (BKK) und Verbraucherverbände reden von einem "überfallartigen Vorgehen" und einer "Nacht- und Nebel-Aktion".
Über Jahrzehnte zählte Südafrika zu den Paria-Nationen. Heute ist es respektiertes Mitglied der Staatenfamilie.
Mphahlele Dodo telefoniert. Von seinem nacktem Brustkorb baumelt ein Plastikschlauch herab, neben ihm steht ein fahrbarer Metallständer mit Infusionsbeuteln.
Vom Tellerwäscher zum Millionär - vom Hilfsarbeiter zum Industriekapitän: Solch steile Lebenskurven nähren die Klatschspalten von Managermagazinen und formen die Erfolgsmythen der Industriegesellschaften. Was Einzelnen gelang, den meisten bleibt es verwehrt.
Er ist auf ungewöhnliche Weise Kardinal geworden. Und er ist ein ungewöhnlicher Kardinal.
Werden die Christen in Ost und West bald am selben Tag Ostern feiern? In diesem Jahr fällt das Datum bereits trotz unterschiedlicher Kalender zusammen - eine zufällige Ausnahme.
Als der frischgewählte Pontifex die weißen Papstgewänder angelegt hatte und in die Sixtinische Kapelle zurückgekehrt war, gingen die Kardinäle einzeln zu Karol Wojtyla, um ihn zu umarmen und zu gratulieren. Der polnische Primas Stefan Wyszynski erhielt die längste Umarmung an jenem denkwürdigen 16.
Jeder sechste Mensch ist Katholik. Ihre Kirche ist die größte Organisation, oder auch: die größte Firma, der größte Verein, den es auf dieser Erde gibt.
Brutkasten-Morde: Kurz nach der Invasion Kuwaits veranstaltete der US-Kongress eine Anhörung, bei der eine junge kuwaitische Frau mit Namen "Nayirah" auftrat. Unter Tränen schilderte sie, wie irakische Soldaten in das Al-Addan Hospital eingedrungen seien und vor ihren Augen 15 Babys aus Brutkästen gerissen und auf den Flur geworfen hätten.
Mit dem ersten Leukämie-Fall eines deutschen Soldaten nach einem Balkan-Einsatz haben alle Parteien den politischen Druck auf Verteidigungsminister Scharping (SPD) verstärkt. Der Minister müsse lückenlos über die von der Nato im Frühsommer 1999 eingesetzte radioaktive Uran-Munition berichten.
Manche flüchten sich in schwarzen Humor. Drei Jahre, 167 Tage und zwei Stunden betrage mittlerweile die durchschnittliche Lebenserwartung einer Beziehung zwischen Mann und Frau, spottete der Schriftsteller Peter Schneider in seinem Roman "Paarungen".
Michaela lacht gerne. Ihre rote Umhängetasche ist vollgestopft mit Infobroschüren: Blaue Faltblätter über Aids in Polnisch, Tschechisch und Deutsch.
Auch das ist heute palästinensischer Alltag: Ein Drittel der Delegation, darunter ein Arafat-Minister, durfte nicht ausreisen. Die anderen haben sich "auf abenteuerlichen Wegen" durch die israelischen Kontrollen bis nach Berlin durchgeschlagen, wie die Abgeordnete Rawya Al-Shawwa berichtete.