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Martin Gehlen

Kurz, schmerzlos und am liebsten zu Hause - so möchten die meisten Deutschen sterben. Die Realität sieht anders aus: Von den rund 850 000 Menschen, die jährlich in der Bundesrepublik sterben, erleben schätzungsweise zwei Drittel ihren Tod im Krankenhaus oder Pflegeheim.

Von Martin Gehlen

Als der leicht gebeugte, weißhaarige Mann am Dienstagabend im voll besetzten Auditorium erscheint, erstirbt augenblicklich das Gerede. Vereinzeltes Räuspern noch, dann erfüllt eine andächtige Stille den überdachten Innenhof der Bayerischen Landesvertretung an der Behrenstraße - wie zu Beginn eines feierlichen Gottesdienstes.

Von Martin Gehlen

Als völlig unzureichend hat der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Hellmut Puschmann, die finanzielle Förderung von Schuldnerberatungsstellen durch die Bundesländer kritisiert. Menschen, die ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können, müssten oft bis zu einem Jahr warten, bis sie einen Termin in einer Beratungsstelle bekommen, sagte Puschmann in Berlin bei der Vorstellung einer Untersuchung von Caritas und Diakonie zur Überschuldung privater Haushalte.

Von Martin Gehlen

In drei Monaten ist offiziell Schluss. Bis zum Jahresende 2000 will die deutsche katholische Kirche endgültig aus der gesetzlichen Schwangerenberatung austreten - wie es Papst Johannes Paul II.

Von Martin Gehlen

Zwischen SPD und Grünen zeigen sich neue Differenzen in der Gesundheitspolitik. Während die grüne Gesundheitsministerin Andrea Fischer offenbar entschlossen ist, die Kassenärzte für Überschreitungen im Arzneimittelbudget 1999 haftbar zu machen, wächst in der SPD der Widerstand gegen die Politik der festen Budgets, welche Fischer von ihrem Vorgänger Horst Seehofer (CSU) übernommen hat.

Von Martin Gehlen

Die junge Frau mit den langen Haaren läuft aufgeregt hin und her. Sie spricht mal diesen, mal jenen der grauhaarigen Herren in schwarzen Anzügen an, die sich in der Seitenkapelle des Fuldaer Domes zu schaffen machen.

Von Martin Gehlen

Für die einen war er das "Flammenschwert Gottes" und die "Speerspitze des deutschen Episkopats", für die anderen war er einfach ein "Rechtsradikaler im Bischofsgewand" und mittelalterlicher Poltergeist. Kein anderer deutscher Oberhirte der Nachkriegszeit hat in religösen und politischen Fragen so die Geister geschieden wie Johannes Dyba, Erzbischof von Fulda.

Von Martin Gehlen

Seine rechte Hand hält die Lesebrille fest umschlossen und fuchtelt in Richtung Publikum. "Wir wollen zeigen, dass Politik mehr ist als Wurschtelei", ruft er aus.

Von Martin Gehlen

Leo Schwarz hat verstanden: "Unsere Leute machen Dampf", bilanzierte der Trierer Weihbischof die stürmische Diskussion in der mit 1500 Leuten vollbesetzten Halle 6 auf dem Hamburger Messegelände. Priestermangel, verwaiste Gemeinden, Machtanspruch der Amtsträger, Diskussionsverbote, Angst, Verzagtheit: Der innerkirchliche Problem- und Fragenstau ist gewaltig und verschaffte sich am Freitag auf dem Katholikentag energisch Luft.

Von Martin Gehlen

Die katholische Kirche stellt sich auf den Verlust ihrer traditionellen Bedeutung in ganz Deutschland ein. Die Erfahrung in den neuen Bundesländern, wo sich kirchliche Milieus auflösten und Christen nur noch eine extreme Minderheit seien, vermittele eine Vorahnung, "was für die pastorale und seelsorgliche Zukunft in ganz Deutschland zu erwarten ist", sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, am Mittwoch in Berlin.

Von Martin Gehlen
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