Nur eine will Studiengebühren und zwei stellen die Einstein-Stiftung infrage: Was die Berliner Parteien über die Zukunft von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung im Berliner Wahlkampf sagen.
Amory Burchard
In einem weltweiten Ranking sind deutsche Hochschulen aufgerückt. Erfolge verbuchen vor allem Universitäten, die in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet wurden. Doch ganz vorne liegen weiterhin Unis aus Großbritannien und den USA.
Ob Spanisch oder Hindi: Knapp 5000 Studierende belegen jedes Jahr einen Kurs an der TU-Sprachbörse. Jetzt befürchten die Mitarbeiter die Schließung. Die Universität dementiert.
Die strukturellen Bedingungen sind gut, trotzdem führt ein neues Ranking des Deutschen Hochschulverbandes Berlin auf den hinteren Plätzen. Sowohl niedrige Gehälter als auch das Status- und Dienstrecht werden moniert.

Nach fünf Jahren als Senator zieht Jürgen Zöllner Bilanz. In der Stadt, die er liebt, will er bleiben. Wie Berlin sein Schlusslichtranking los wird und was Zöllner seinem Nachfolger rät.
Bis 2013 soll das Büchergeld für Stipendiaten auf 300 Euro steigen. Doch viele wollen das Geld gar nicht und spenden es lieber für Bildungsprojekte.

Die Berliner CDU will die Charité zu einer Stiftung machen, an der auch der Bund beteiligt ist. Wissenschaftsministerin Schavan soll beim Sanieren der Gebäude helfen - die CDU wünscht sich ein neues Bettenhaus am Humboldthafen.

Bonner Forscher: Eine Lotion brachte die hautkranke Hatschepsut um – durch krebserregende Stoffe

Studieren ist steuerlich absetzbar: Das hat ein Gericht entschieden. Die Opposition fordert nun, die Ausbildungsförderung insgesamt zu verbessern. Nachträgliche Steuererleichterungen reichten nicht.
Mehr Geld für die Bildung wird allenthalben gefordert. Völlig zu Recht, doch Bund und Länder streiten um Zuständigkeiten und die richtigen Modelle.
Studierende aus dem Ausland kommen gerne nach Deutschland, sind aber nicht durchweg zufrieden mit den Studienbedingungen. Das geht aus dem International Student Barometer für Deutschland hervor, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Dienstag veröffentlicht haben.

Gymnasiasten lassen sich bislang offenbar nicht durch die Aussicht auf knappe Studienplätze und überfüllte Hörsäle abschrecken: Im Abschlussjahrgang 2010 wollten 55 Prozent der Schülerinnen und Schüler „sicher oder wahrscheinlich“ studieren, heißt es in einer Umfrage.
Paradies in Jena, neue Pioniere in Freiberg: Immer mehr westdeutsche Abiturienten können sich vorstellen, in Ostdeutschland zu studieren. Das geht aus einer Umfrage der Hochschulinitiative Neue Bundesländer hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

Die Liste der Politiker, die bei ihren Doktorarbeiten des Plagiats überführt oder verdächtigt werden, wird immer länger. SPD-Politikerin Ulla Burchardt regt nun eine stichprobenartige Überprüfung von Dissertationen an.

Silvana Koch-Mehrin wehrt sich gegen den Entzug der Doktorwürde. Doch ihre Verteidigungsstrategie empört wiederum ihren Doktorvater. Derweil wollen die Unis die Qualität von Dissertationen besser sicherstellen.
Rabatte auf die Bafög-Rückzahlung sollen Ende 2012 gestrichen werden, doch das Bundesverfassungsgericht drängt auf eine umgehende gesetzliche Klärung.

Die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg hat Eckpunkte zur Abschaffung der Studiengebühren ab 2012 beschlossen.
In Nordrhein-Westfalen haben die rot-grüne Landesregierung und die CDU einen „historischen Schulkonsens“ gefunden. Am Mittwoch einigte man sich im Landtag nun auch offiziell darauf, frühere Gesetzentwürfe bis zum Ende der Sommerpause durch einen neuen gemeinsamen Entwurf zu ersetzen.
Die Zahl der Bafög-Empfänger nähert sich der Millionengrenze – wie schon Mitte der 80er Jahre in der alten Bundesrepublik. 2010 erhielten rund 916 000 Jugendliche und Studierende die Ausbildungsförderung.
Die neue Direktorin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung will sich wieder stärker auf das Kernthema ihres Instituts konzentrieren. Vergleiche zwischen Antisemitismus und Islamophobie sollen "auf historische Füße" gestellt werden.
Silvana Koch-Mehrin ließ sich am Mittwoch zum Vollmitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europaparlaments berufen, der unter anderem die Forschungspolitik denkt und lenkt. Ein unsensibler Schritt in einer sensiblen Situation.
Beim 100. Deutschen Bibliothekartag und bei der Langen Nacht der Bibliotheken umarmt die Zunft im Neuköllner Estrel Center das digitale Zeitalter – und hält doch an der eigenen Institution fest.
Die Eröffnung eines neuen Lesesaals sollte der Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Staatsbibliothek zu Berlin werden. Doch die 350-Jahr-Feier muss ohne den spektakulären Neubau des Architekten HG Merz über die Bühne gehen.
Soeben ist sein neues Buch über „Antisemitismus und Islamkritik“ erschienen. Im September erscheint „Deutsche Juden im 20.