Beim Pisa-Sieger Korea müssen drei Stunden Schlaf für Kinder oft reichen - sonst schaffen sie ihre privaten Nachhilfestunden nicht. Was das asiatische Beispiel lehrt
Amory Burchard

Vor dem Büro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Kairo wird geschossen, Archäologen sitzen fest. Alarmiert ist auch der Präsident der TU Berlin, Jörg Steinbach. Die Eröffnung des neuen TU-Campus in El Gouna ist gefährdet.
Der Wissenschaftsrat appelliert an Bund und Länder, mehr Geld in universitäre Sammlungen, Bibliotheken und Archive zu investieren. Der Föderalismus begünstige bisher die Ansiedlung solcher Forschungsinfrastrukturen im außeruniversitären Bereich.

Die Wirtschaft reagiert zurückhaltend auf das "Deutschlandstipendium". Das Ziel von 10.000 Stipendiaten bis zum Jahresende erscheint unrealistisch. Laut Stifterverband liegen derzeit erst rund 1000 feste Zusagen vor.
Ausgeschrieben wird das „Deutschlandstipendium“ für zunächst zwei Semester, in denen es monatlich 300 Euro gibt. 150 Euro kommen von privaten Stiftern, 150 Euro vom Bund.

Der Etat der Einstein-Stiftung ist mehr als halbiert worden. Das geht aus einem Haushalts- und Wirtschaftsplan für 2011 hervor, der dem Tagesspiegel vorliegt. Danach plant die Stiftung Ausgaben von rund 15 Millionen Euro.
Nkechi Madubuko hat die Situation von afrodeutschen Akademikern erforscht: Wer sich etablieren will, muss oft mehr leisten als vergleichbar ausgebildete Deutsche ohne Migrationshintergrund.

Schon bald sollen 10.000 Begabte mit Deutschlandstipendien gefördert werden, doch viele Unis finden kaum Sponsoren. Das Prestigprojekt der Bundesregierung startet holprig.
Die Grünen im Bundestag fordern einen „Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs“. Es müssten Perspektiven her, heißt es.

Das Berliner Wissenschaftsjahr und die große Jubiläumsausstellung "Weltwissen" im Martin-Gropius-Bau gehen Anfang Januar zu Ende. Doch auch 2011 feiert die Forschung: Den Anfang macht die Max-Planck-Gesellschaft.
Viele Studierende empfinden den Bachelor nicht als gut und befriedigend. Die Privatuni Friedrichshafen verlängert darum ihre Studiengänge in den Wirtschafts-, Politik-, Verwaltungs- und Kulturwissenschaften nun von drei auf vier Jahre.

Sie zeichnet ein differenziertes Bild von der Lebenswirklichkeit der Muslime. FU-Professorin Gudrun Krämer wurde dafür mit einem Forschungspreis ausgezeichnet. Wie andere Islamwissenschaftler sieht aber auch sie sich einer Kampagne ausgesetzt.

Nach den Ergebnissen der jüngsten Pisastudie diskutieren Experten über sinnvolle Leseförderung. Bundesbildungsministerin Annette Schavan kündigt ein "Lesestart"-Programm. Aber reicht das?

Pisa ist mehr als eine Schulolympiade: Die wichtigsten Fakten zur großen Studie

Am Dienstag wird die neue Pisa-Studie veröffentlicht. Sie vergleicht die Leistungen von Schülern aus 65 Ländern, so vielen wie nie zuvor. In Deutschland nahmen 4979 Schüler teil. Worum geht es dabei?

Ein Jahr nach ihrem offiziellen Start hat die Einstein-Stiftung eine erste Programmlinie vorgestellt – die "Einstein Visiting Fellows".
Sieben Jahre lang hat der Bund Schulen beim Ausbau des Ganztagsunterrichts gefördert. Hat sich das ausgezahlt?
Der angekündigte Neuanfang für die umstrittene Einstein-Stiftung droht zu scheitern. Ernst Theodor Rietschel, bis Juni dieses Jahres Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, tritt nicht als neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Förderung der Spitzenwissenschaft in Berlin an.

Die 31-jährige Ukrainerin, Alina Treiger, wird in der Synagoge Pestalozzistraße in Charlottenburg zur Rabbinerin geweiht. Ein Porträt.
Alina Treiger ist sich des großen Erbes bewusst, das sie antritt. Es sei ein „unglaublicher Moment“ gewesen, als sie im Jüdischen Museum Berlin das erste Mal vor dem Porträt von Regina Jonas stand, der ersten in Deutschland ordinierten Rabbinerin.
Berliner Studentinnen und Studenten bereiten ein Volksbegehren für den "Freien Zugang zum Masterstudium" vor.

Nach dem Bachelor vor verschlossenen Türen: Es mangelt dramatisch an Masterstudienplätzen – jedenfalls an manchen Hochschulen und in bestimmten Fächern.

Immer mehr Studierende können nach dem Bachelorabschluss nicht mit dem Studium weitermachen. In Berlin haben die Unis Tausende Bewerber abgelehnt.

Der Berliner Antisemitismusexperte Benz nimmt Abschied. In seiner letzten Vorlesung greift er die aktuelle Religionsdebatte auf - und warnt vor überzogener Kritik am Islam.