Gegen ein Attentat mit einem Passagierflugzeug ist keines der 19 deutschen Atomkraftwerke gerüstet. Das hat das Umweltministerium schon wenige Tage nach den Terroranschlägen vom 11.
Dagmar Dehmer
Mehr Sicherheit gab es nie. Trotzdem fühlen sich viele Deutsche bedroht.
Wie kommt der denn hierher? Tief in den Berliner Westen.
Die Agrarwende hat bisher weitgehend im Verborgenen stattgefunden. Nun soll sie ein Gesicht bekommen.
Die Parteien entdecken die Globalisierung. Sie sind auch lautstark auf das Thema aufmerksam gemacht worden - beim Weltwirtschaftsgipfel in Seattle, beim EU-Gipfel in Göteborg und zuletzt beim G-8-Gipfel in Genua.
Der Schock hat gerade mal ein halbes Jahr gehalten. Seit Juni liegt der Rindfleischverbrauch in Deutschland wieder bei 80 Prozent der Menge, die vor der BSE-Krise verzehrt worden ist.
So genau haben es die meisten Verbraucher gar nicht wissen wollen. Die periodisch wiederkehrenden Lebensmittelskandale - von Fadenwürmern im Fisch bis zu Dioxin im Hähnchen - vermochten die so genannte gute fachliche Praxis in der landwirtschaftlichen Produktion nicht in Frage zu stellen.
Das Marktanreizprogramm ist im September 1999 angelaufen. Gefördert werden vor allem Solarkollektor-Anlagen zur Erzeugung von Warmwasser und zur Heizungsunterstützung.
Warnung gab es vorher keine. Doch kaum war die Weltklimakonferenz in Bonn zu Ende, halbierte das Wirtschaftsministerium die Fördersätze für das Marktanreizprogramm erneuerbare Energien.
Es gibt Augenblicke, in denen sich Umweltminister Jürgen Trittin wie ein Popstar vorkommen darf. In der Jugendherberge Mardorf zum Beispiel.
Die Ökosteuer ist am 1. April 1999 eingeführt worden.
Deutschland darf beim Verbot von Tributylzinn (TBT) als Schiffsanstrich nicht Vorreiter sein. Die Europäische Kommission hat den Eifer von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) ausgebremst.
Peter Frei lässt keinerlei Zweifel aufkommen. "Wir werden nicht einknicken", sagt der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums in München.
Ozon ist ein aggressives Gas, das bei empfindlichen Menschen zu Reizungen der Augen und der Atmungsorgane führt. Zudem trägt es zum Treibhauseffekt bei.
Das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz ist gerettet. Der Bonner Gipfel hat am Montag nach fünf Tagen intensiver Verhandlungen einen Durchbruch erzielt.
Jan Pronk hat es geschafft. Das Kyoto-Protokoll ist gerettet.
Die Globalisierung gleicht in den Augen vieler Menschen einer Krake, die mit ihren Fangarmen in alle Lebensbereiche eingreift. Deshalb demonstrieren vor allem junge Leute gegen das Zusammenwachsen der internationalen Märkte, wie zuletzt in Genua.
Schon in den Wochen vor dem Klimagipfel in Bonn stand Japan im Blickpunkt. Denn an Japan hängt es, ob das Klimaschutz-Abkommen von Kyoto nach dem Ausstieg der USA noch zu retten ist.
Wird Bonn der Ort, wo das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz gerettet wurde? Die Chancen dafür standen zeitweise nicht schlecht.
Mit einem Kompromissvorschlag hat der Präsident der UN-Klima-Konferenz, Pronk, am Sonntag versucht, den Gipfel doch noch zu einem Erfolg zu bringen. Der Vorschlag, der Japans Forderungen sehr weit entgegenkommt, sei so anzunehmen oder abzulehnen, zitierte Umweltminister Trittin Pronks Haltung, die einem Ultimatum gleichkam.
Das Verhandlungstempo beim Klimagipfel in Bonn hat am Samstag stark zugenommen. Olivier Deleuze, belgischer Umweltminister und EU-Verhandlungsführer, sagte: "Jetzt ist der Augenblick der Wahrheit gekommen.
Vom deutschen Klimaschutz-Programm könnten auch die Arbeitslosen profitieren - und der Bundesregierung gelänge es damit, zumindest teilweise ein Wahlversprechen einlösen. Das Prognos-Institut hat im Auftrag des Umweltministeriums errechnet, dass konsequenter Klimaschutz bis 2005 immerhin 155 000 neue Arbeitsplätze bringen kann, bis 2020 sollen es sogar gut 193 000 neue Jobs sein.
Die Klimakonferenz in Bonn ist eine "zweite Chance, die wir uns nach dem Scheitern in Den Haag vor einem halben Jahr gegeben haben". Das sagte der Präsident der Konferenz, Jan Pronk, am Donnerstag zu Beginn des hochrangigen Teils der Verhandlungen.
Klimaschutz schadet der Wirtschaft nicht, wird Umweltminister Jürgen Trittin nicht müde zu betonen. Der amerikanische Präsident George Bush aber lehnt das Kyoto-Abkommen zum Klimaschutz vor allem mit dem Argument ab, es schade der amerikanischen Wirtschaft.