Die ganze Welt blickt auf Japan. Nur wenn das Land das Klimaschutz-Abkommen beim Bonner Gipfel unterstützt, ist das Kyoto-Protokoll noch zu retten, obwohl die USA den Vertrag inzwischen ablehnen.
Dagmar Dehmer
Viel Hoffnung bringt keiner der Umweltminister der Welt mit, die am Donnerstag in Bonn eintreffen. Das Kyoto-Abkommen zum Klimaschutz ist nur dann noch zu retten, wenn Japan den Vertrag unterschreibt.
Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) ist von der Industrie oft gescholten worden. Das liegt nicht nur an seiner zuweilen ruppigen Art, sondern hat auch prinzipielle Gründe: Die Wirtschaft kann sich selten dafür begeistern, Umweltschutz-Vorgaben einzuhalten.
Der Klimawandel hat längst begonnen. Das hat der dritte Bericht der zwischenstaatlichen Klimaforscher-Gruppe (IPCC) jüngst gezeigt.
Atomkraft-Befürworter fordern sie ja schon immer, die ideologiefreie Debatte. Lohnt es sich also ein Buch zu lesen, in dem fast nur Atomkraft-Anhänger zu Wort kommen?
Die USA wollen sich dem Klimaschutzabkommen von Kyoto nicht anschließen, obwohl sie mit 25 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen größter Verursacher des Klimawandels sind. Die EU will das Kyoto-Protokoll um jeden Preis retten.
Die Europäische Union muss ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um acht Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Innerhalb der EU wurden diese Pflichten unterschiedlich verteilt.
Ein Erfolg der Klimaschutzkonferenz, die am Montag in Bonn beginnt und bis zum 27. Juli dauert, wird immer unwahrscheinlicher.
Im März herrschte Eiszeit zwischen dem Umweltministerium und dem Verkehrsministerium. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei Verhandlungen mehr über ein neues Fluglärmgesetz.
Abseits von der großen Klima-Diplomatie im Vorfeld des Gipfels in Bonn kommende Woche weist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) auf viele freiwillige Beiträge zum Klimaschutz hin. Diese leisteten "einen kleinen aber sichtbaren Beitrag zur Einsparung von klimaschädlichen Abgasen", stellt die Unep fest.
Die Armut in den Entwicklungsländern könnte wirksam bekämpft werden, wenn diese einen besseren Zugang zu moderner Technologie hätten. Das stellen die 13 Autoren des "Berichts über die menschliche Entwicklung 2001" fest, den sie am Dienstag im Auftrag des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) vorgelegt haben.
Es ist das Schlimmste, was sich denken lässt. Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos und wird irgendwann wiedergefunden - tot, ermordet von einem Sexualstraftäter.
Der "Codex Alimentarius" ist ein weltweites System von Normen für Lebensmittel. Die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) und die UN-Ernährungsorganisation (FAO) haben den Codex Alimentarius - das bedeutet so viel wie Lebensmittelrecht - 1962 gegründet.
Eigentlich ist Handel ganz einfach. Einer hat ein Produkt, das er verkaufen will.
Die Deutsche Bahn AG hat eine kleine Revolution angekündigt. Mit einem neuen Preissystem will sie das unübersichtliche Chaos von Sonderpreisen, Rabatten und befristeten Angeboten ablösen.
Was ändert sich für Familien?Familien sind die großen Gewinner des neuen Bahn-Preissystems.
Der New Economy geht es schlecht. Und mit ihr der alten Lichterstadt: In der Oberbaum-City stehen immer mehr Läden und Büros leer.
Der Deutsche Bauerntag findet alle zwei Jahre statt. Er ist das höchste Beschlussgremium des Deutschen Bauernverbandes (DBV).
Die Landwirtschaftsminister des Bundes und der Länder haben sich am Freitag auf eine Neuausrichtung der nationalen Agrarförderung geeinigt. Die von Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) angestrebte Umschichtung der EU-Subventionen zugunsten des ländlichen Raums, die so genannte Modulation, wird jedoch verschoben.
Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hält den Gipfel in Bonn Mitte Juli "für so ziemlich die letzte Chance", noch ein tragfähiges Klimaschutz-Abkommen auszuhandeln. Und obwohl die USA das Kyoto-Protokoll im März aufgekündigt haben, ist sein niederländischer Amtskollege Jan Pronk, der Vorsitzende des Klimagipfels, "nicht pessimistisch".
Die Agrarwende war bisher nur ein fernes Ziel, eine Art Phantom. Jetzt soll daraus Politik werden.
Renate Künast stellt sich auf zähe Verhandlungen ein. Von Donnerstag an berät die Verbraucherschutzministerin mit ihren Länderkollegen darüber, wie die Agrarwende in Deutschland aussehen könnte.
Die Mittel für die Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter aus dem "Rest der Welt" werden aller Voraussicht nach nicht ausreichen. Für diese Gruppe stehen lediglich 540 Millionen Mark zur Verfügung.
Die Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" verfügt über 8,1 Milliarden Mark für die Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter. Für die so genannten Sklavenarbeiter in den Konzentrationslagern steht eine Höchstsumme pro Person von 15 000 Mark zur Verfügung.