Zum Thema Online Spezial: Grüne Woche 2002 Ein Wort aus der Werkzeugkiste der Brüsseler Agrarpolitiker. Es bezeichnet die Umleitung von Direktzahlungen an die Bauern in Agrar-Umweltprogramme.
Dagmar Dehmer
Wenn der Bauer "im Märzen sein Rösslein anspannt", ging es nicht nur im Volkslied aufs Feld zum Pflügen. Die Erde wurde umgegraben, bevor gesät wurde.
Der moderne Stall spart Arbeitskraft. Man muss ihn nicht täglich ausmisten, er verfügt über einen Spaltenboden.
Es ist wieder Ruhe auf dem Land. Nachdem zu Beginn des vergangenen Jahres erst der Rinderwahn und dann die Maul- und Klauenseuche über die Bauern kam, übernahm heute vor einem Jahr Renate Künast (Grüne) das Agrarressort.
Fast schien es, als sei unter den New Yorker Trümmern auch die Angst vor BSE verschwunden. Monatelang sprach niemand über den Rinderwahn.
Der relative Friede wird nicht von langer Dauer sein. Zwar hat es Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) Anfang Dezember geschafft: Das Atomausstiegs-Gesetz hat den Bundestag passiert.
Die Agrarwende muss nicht neu erfunden werden. Sie ist längst ein Teil der Wirklichkeit, schreiben Götz Schmidt und Ulrich Jasper in ihrem eben vorgelegten Buch über die "Zukunft unserer Ernährung".
Es war eine der letzten Handlungen der alten Regierung. Die Bundestagswahl 1998 war bereits verloren, der Amtsantritt der rot-grünen Koalition stand kurz bevor.
Das Jahrbuch Ökologie ist eine Institution. Wer sich über die aktuellen Debatten in der Umweltforschung informieren möchte, findet darin die einzige verfügbare und aktuelle Informationsquelle.
Die Zeit der vorsätzlichen Lügen ist seit einem Jahr vorbei. Zumindest wenn es um den Rinderwahn in Deutschland geht.
Am 26. November 2000 war die Illusion zu Ende.
Der Umweltminister von Tuvalu hat einen Traum. Kein schöner Traum.
Wer meint, der Berliner Osten sei nicht gerade Multi-Kulti, irrt. Zumindest in Friedrichshain.
Die Klimakonferenz in Marrakesch scheint die Kurve gerade noch zu kriegen. Doch selbst diese an sich undramatische UN-Tagung, bei der die letzten Details auf dem Weg zur Ratifizierung des Klimaschutzabkommens von Kyoto geklärt werden sollten, stand in der Nacht zum Freitag mal wieder vor dem Scheitern.
Die Einführung einer internationalen Tobin-Steuer könnte alle Finanzprobleme der Entwicklungs-Ministerin lösen. Würden sämtliche internationalen Devisengeschäfte mit einer geringfügigen Steuer von 0,1 Prozent belegt, rechnen die Globalisierungskritiker von Attac vor, würden jährlich rund 100 Milliarden Dollar eingenommen.
Die Europäische Union lässt sich bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch nicht auseinander dividieren. Probleme macht dort vor allem Russland.
Die CDU im Süden will nicht mehr länger warten. Vom Dresdner Parteitag Anfang Dezember "müsste ein deutliches Signal ausgehen", fordert Willi Stächele.
Risikobewusstsein gehört nicht zu den wichtigsten Eigenschaften für Mitarbeiter in Atomkraftwerken. Zumindest scheint das für die Belegschaften der fünf baden-württembergischen Atomkraftwerke zu gelten.
Der Kampf gegen den Terrorismus hat die Gefahren des weltweiten Klimawandels in den Hintergrund gedrängt. Und nachdem sich rund 180 Staaten im Juli in Bonn auf einen Kompromiss zur Verminderung des Treibhausgas-Ausstoßes geeinigt hatten, schien die an diesem Montag beginnende 7.
Klar, alle haben geflucht, dass sie ausgerechnet im Spätsommer dick eingepackt und nie ohne Schirm aus dem Haus gehen konnten. Aber die Sintflut im September hatte doch auch ihr Gutes.
Zu jeder anderen Zeit hätte sich Umweltminister Trittin über diese Atomskandale freuen können. Aber dass ausgerechnet jetzt ernste Sicherheitsprobleme in den Atomkraftwerken Philippsburg II, Isar I und Biblis offenbar wurden, kann ihm nicht recht sein.
Jürgen Trittin möchte keine Fragen beantworten. Deshalb hört der Umweltminister in Gorleben gar nicht mehr auf zu reden.
Was wäre, wenn es Rinderwahn auch bei Schafen gäbe? Die britische Regierung hat diese Frage Ende September vorsorglich beantwortet.
Auf einen Terrorangriff mit chemischen oder biologischen Waffen sind die deutschen Behörden nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Renate Künast insofern vorbereitet, als sie "Vorstellungen haben, welche Gefahren bestehen und in der Lage sind, schnell zu reagieren". Zur Debatte über die Gefahren sagt sie jedoch: "Wir müssen aufpassen, nicht Handlungsanleitungen für Terroristen zu geben.