Schönefeld - Es hat alles nichts genützt – die Beschwerdebriefe an die Ausländerbehörde, die lautstarken Proteste vor dem Flughafen, die Boykottaufrufe gegen Aeroflot. Am Montag, kurz vor 10 Uhr, hob eine Maschine der russischen Fluglinie von Schönefeld nach Moskau ab, von dort ging es weiter nach Hanoi in Vietnam, insgesamt eine Tagesreise.
Hannes Heine
Ein in Berlin mit Haftbefehl gesuchter Krimineller wurde offenbar mit falschem Pass im Libanon festgenommen. Die Justiz möchte ihn hier vor Gericht stellen. Er gehört einer Großfamilie an, aus der mehrere einschlägig polizeibekannte Männer stammen.
In nächtlicher Dunkelheit wurden 46 Vietnamesen in Polizeibussen zum Flughafen Schönefeld gebracht und Stunden später abgeschoben. Dabei war auch ein 23-Jähriger, der an Hepatitis C leidet.
Polizeichef und Senat weisen den Vorwurf zurück, derzeit fehlten Beamte für normale Kriminalitätsbekämpfung. Die Berliner Gewerkschaft der Polizei weist schon seit Jahren auf Stellenabbau hin: "Wir haben immer vor Personalnot in Großlagen wie dieser gewarnt."

Tausende protestierten gegen Sparbeschlüsse der Bundesregierung – trotz Schneeregens. Nicht nur die Terrorwarnungen, auch der Besuch des russischen Ministerpräsidenten Putin machte das Regierungsviertel zur Hochsicherheitszone.
Ein Bündnis fordert in Friedrichshain die Benennung einer Straße nach Silvio Meier. Der junge DDR-Oppositionelle und spätere Hausbesetzer wurde 1992 von Neonazis im U-Bahnhof Samariterstraße erstochen.
Pannen legen schnell das öffentliche Leben lahm
66-Jähriger gab HIV-Patienten pro Rezept 300 Euro, rechnete selbst aber 2000 Euro bei den Kassen ab

Während seine Helfer geständig sind, sagt der wegen Betrugs festgenommene Apotheker lieber gar nichts. Und auch die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt - wie die Behörden dem Betrug auf die Spur kamen, wollte sie bisher nicht sagen.
Protest gegen Bundesfamilienministerin Schröder: Bei der Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie ist es am Dienstagabend in Dresden zu einem Eklat gekommen.
Seit Monaten beklagen sich Krankenschwestern und Pfleger bei Vivantes über zu hohen Arbeitsdruck und zu wenig Personal. Nun will man auf einer Betriebsversammlung am kommenden Donnerstag die Klinikleitung zur Rede stellen.
Schutzgeldprozess gegen Hells Angels / Opfer steht unter Polizeischutz
Es geht um Schutzgelderpressung und eine blutige Drohung: Ein abgestochenes Schaf sollen drei Hells Angels als Drohung vor der Haustür eines Tätowierers hinterlassen haben. Das Opfer steht unter Polizeischutz.
Die Anklage liest sich wie die Beschreibung eines kaltblütigen Mordversuchs. Mit einem Messer, einer Keule und einer Schusswaffe habe der Täter sein Opfer – die eigene Frau – attackiert.
Dreimal versuchte der Rentner, seine Frau umzubringen. Anschließend wollte er sich selbst töten. Beide überlebten. Der 98-Jährige wartet in der Gefängnispsychiatrie auf den Prozess.
Die 38-stündige Vollsperrung des südlichen Berliner Rings zwischen Michendorf und dem Dreieck Potsdam ist wieder aufgehoben - und hat auch am Sonntag nicht zu den befürchteten extremen Staus geführt.
Das Landeskriminalamt ermittelt auch an diesem Wochenende wieder wegen Brandstiftungen in Berlin. Erneut war Hellersdorf betroffen - doch auch in Friedrichshain und Neukölln brannte es.

Die Hells Angels wollten in Hohenschönhausen Jubiläum feiern. 900 Personen wurden von der Polizei kontrolliert, mehrere Stichwaffen gefunden und zwei Haftbefehle vollstreckt.

Auf der A 9 kollidierten zwei Lkw und zwei Pkw. Die Autobahn musste gesperrt werden. Nur zeitweilig kam es dagegen zum Stillstand bei der Umfahrung der A 10.
Berlin - Schon lange kursierte in Sicherheitskreisen das Gerücht, dass die Rockerszene einen Spitzel bei der Berliner Polizei unterhält, der sie gezielt vor Razzien warnt. Zu oft gab es Durchsuchungen, bei denen die Rocker gut vorbereitet schienen und kaum verwertbare Beweise oder größere Drogenmengen gefunden wurden.
Der verdächtige Polizist soll den Rockerclub Hells Angels vor bevorstehenden Razzien gewarnt haben. Sein Komplize im Motorradklub sitzt bereits in Haft.
In Hellersdorf zwei neue Brände in einer Nacht. In Spandau wurde Kinderwagen im Hausflur angezündet
Justizsenatorin Gisela von der Aue hält das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Sicherungsverwahrung für verfassungswidrig.
Die Serie von Brandstiftungen in Berlin geht weiter: In Hellersdorf und in Spandau brannte es, zweimal wurden Kinderwagen in Hausfluren angesteckt, einmal ein abgestellter Rollstuhl. Welche Strafen drohen den Tätern?