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Kai Müller

Es gibt einen Hollywood-Film mit Hardy Krüger, in dem ein Transportflugzeug in der Sahara in einen Sandsturm gerät und notlanden muss. Krüger spielt im "Flug des Phönix" (1966) den deutschen Konstrukteur Heinrich Dorfman, der aus dem Wrack ein neues Flugzeug bauen will, um die verdurstende Mannschaft in die Zivilisation zurückfliegen zu können.

Von Kai Müller

Die Deckenbeleuchtung war bereits angegangen, da öffnete sich die Bühnentür und heraus trat noch einmal Dave Brubeck, allein. Der 80-Jährige schlurfte unter dem jubelnden Beifall des Publikums zum Flügel, setzte sich und stimmte ein zartes "Stille Nacht, heilige Nacht" an.

Von Kai Müller

Es ist ein Tod auf Raten: Die Berliner RIAS Big Band, das einzige öffentlich geförderte Jazz-Orchester der Stadt, soll zum 31. August 2001 aufgelöst werden.

Von Kai Müller

Als Ulrich Sacker, Direktor des Hongkonger Goethe-Instituts, im Sommer die Grundzüge des Kulturfestivals skizzierte, mit dem sich Berlin dieser Tage in der asiatischen Handelsmetropole präsentieren wird, da fiel ihm vor allem eines ein: ein Spiegelzelt. Es sollte - als ein für Berlin typisches Provisorium - auf einem mehrere Fußballfelder großen betonierten Freigelände im Schatten des Bankenviertels aufgestellt werden.

Von Kai Müller

In Reiner Holzemers Fernsehdokumentation über den Mythos der Magnum-Agentur sind Berühmtheiten des Reportage-Journalismus wie der ergraute Thomas Höpker oder unverwüstliche Chronisten des Krieges wie Luc Delahaye und James Nachtwey zu sehen. Sie kommen zur jährlichen Mitgliederversammlung nach New York, um über die Absichten der Agentur zu diskutieren und Arbeiten der zahlreichen Bewerber durchzusehen.

Von Kai Müller

Wenn Tom Kummer aus dem Fenster seines Appartements schaut, dann sieht er eine "geometrische Unendlichkeit aus parallel verlaufenden und rechtwinklig sich kreuzenden Straßenzügen", und "die Suchscheinwerfer der Polizeihubschrauber kreisen lautlos über den Häuserblocks". Er sieht es, aber er glaubt es nicht.

Von Kai Müller

Man kann sich leicht vorstellen, wie gerne Wiglaf Droste Popsänger geworden wäre. Einer wie Nick Cave, Van Morrison oder Graham Parker, dessen "The Three Martini Lunch" er mit einer derart verrauchten Säuferseele singt, dass man glauben möchte, auch für ihn gilt: "Three Martini lunch / Things will get better soon / I got a hunch.

Von Kai Müller

"Joe Zawinul, geboren 1932 in der Wiener Vorstadt, zählt zu den wenigen europäischen Jazzmusikern, die den Jazz verändert haben." Mit diesem oder einem ähnlichen Satz beginnen in der Regel die Huldigungen, die das Werk dieses Jazz-Pioniers zu würdigen versuchen.

Von Kai Müller

Es gibt musikalische Großereignisse, die so sehr von ihrer historischen Einmaligkeit leben, dass das konkrete Resultat beinahe unerheblich ist. Jedenfalls käme man sich ziemlich kleinlich vor, wollte man den musikalischen Gewinn bemessen, den das gemeinsame Konzert der Scorpions mit dem Berliner Philharmonischen Orchester auf der Expo in Hannover abgeworfen hat.

Von Kai Müller
Guntram Brattia, geboren 1966 in Innsbruck. Gelegntlich spielte er Filmrollen wie 2003 in "Verkauftes Land"

Ein Tiroler gehört auf den Gipfel. So sieht er das, Guntram Brattia, Schauspieler und im Ensemble des Deutschen Theaters einer der besten. Warum der Hoffnungsträger am Ende der Spielzeit das Deutsche Theater verlässt

Von Kai Müller
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