FOTOGRAFIE
Kai Müller
Als kämen sie vom Mars: Die geheimnisvollen Sars-Erreger machen uns klar, wie gefährlich die Atmosphäre einer globalisierten Welt werden kann. Aber es gibt keine saubere Lösung. Auch nicht in einer anderen Kampfzone: New York will alle Raucher zur Gesundheit bekehren
Reinhold Messner hat die höchsten Gipfel der Welt bestiegen. Doch mit Achttausendern hat er abgeschlossen. Er sucht jetzt die Hitze und das Weite
Zwischen Kunst und Pop: Yoko Ono zum 70.
Hitlers Krieg um das Kaukasus-Öl: Eine Potsdamer Tagung untersucht das „Modell Stalingrad“ und den Untergang der 6. Armee
500 gestohlene Bänder sind aufgetaucht: Die „Get Back Sessions“ zeigen die Fab Four von einer anderen Seite
Helge Schneider gastiert im Berliner Schiller-Theater
Zum Tod von Joe Strummer, Sänger von The Clash
War Churchill ein Kriegsverbrecher? Ein Buch über den alliierten Luftkrieg provoziert Widerspruch in England
Er galt als Genie, dann fiel er in Ungnade. Jetzt kehrt Prince auf einer Blitz-Tournee auch nach Berlin zurück
Es war eine grandiose, pathetische Szene und sie ereignete sich vor drei Jahren am 1. Mai in Kreuzberg: Die autonome Linke hat zur Demonstration auf den Oranienplatz gerufen und auch die Elektro-Punk-Band Atari Teenage Riot hinzugebeten.
William Claxton war gerade neunzehn, als er Charlie Parker begegnete. Der war für ein Konzert in Claxtons Heimatstadt Pasadena gekommen - und so lud der Jazzfan sein Idol zu sich nach Hause ein.
Der malaysische Finanzminister muss ein humorvoller Mann sein. Oskar Lafontaine zumindest hat sich köstlich amüsiert, als der kleine Minister aus dem kleinen Land bei einer Wirtschaftskonferenz asiatischer Staaten aufstand und seinem Referat über die Folgen der Wirtschaftskrise die Zeilen Frank Sinatras folgen ließ: "I did it my way.
Woher dieser Mann kommt, was ihn umtreibt, wer er ist - niemand weiß es. Nur dass er plötzlich aus dem Schilf gekrochen kam, panisch und verwirrt.
Es ist ein Privileg des Philosophen zu schweigen, auf die drängendsten Fragen der Gegenwart keine Antwort zu wissen und doch sehr wortgewaltig zu sein. Als Jean Baudrillard, französischer Meisterdenker, am Dienstagabend in der Technischen Universität über die Terroranschläge vom 11.
Sie schreien für etwa vier Sekunden hört man die blanke Angst, die wie ein spitzer Pfeil den Stadtlärm durchstößt. Was auch immer die Leute bewegen mag, sich aus 70 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen, sie bereuen es spätestens, wenn ihr Gefährt ausgehakt wird und im freien Fall ins Bodenlose rast.
Eine Taschenuhr, die Zeiger sind um 17 Uhr 32 und 42 Sekunden stehen geblieben, Wasser ist in das Gehäuse gedrungen, das Glas zersprungen. Auf einem anderen Bild: Die zerschlissenen Überreste einer Männer-Unterhose, Blut verklebt das Gewebe.
Er sitzt in der dunklen Ecke einer menschenleeren Hotelbar und gestikuliert. In schwarzem Hemd, schwarzer Hose, schwarzen Turnschuhen, auch die Haare: schwarz.
Manche Menschen machen eine Zeit lang alles richtig. Sie sind so wunderbar unverschämt, mutig und selbstverliebt, dass nichts in dieser Welt sie zu stoppen vermag.
Als die amerikanische Rockband Nirvana im September 1991 mit "Nevermind" ihre zweite Platte veröffentlichte, wurden die Charts von den Mariah Careys und Michael Boltons dominiert, erinnert sich Schlagzeuger Dave Grohl. "Wir dachten, wir würden mal wieder was für den Underground machen.
Für die neuseeländischen Segler des Volvo Ocean Race (VO) war es in jedem Fall eine triumphale Ankunft, als gestern die dritte Etappe in der Hauptstadt ihrer Heimat zuende ging. Auf jedem der acht Weltumsegler schuftet mindestens ein Neuseländer - auch auf der schwedischen "Assa Abloy", die die Ziellinie in Auckland nach 2050 Seemeilen als Sieger überquerte.
Er war sichtlich nervös, als er mit einem Bündel ineinander geschobener Papiere ans Pult trat. Sowas hatte der Sänger auch noch nicht gemacht: eine Rede von 50 Minuten Länge zu halten, die sich überdies einem so heiklen und komplexen Thema wie dem Heimatbegriff widmen wollte.
Sie wussten, dass sie "zu radikal" waren. Aber die schwedische Yacht "SEB", die ihrem ersten Etappensieg beim Volvo Ocean Race entgegen segelte, konnte sich keine Blöße geben.
Wie Stoßzähne ragen weiße Scheinwerfer von beiden Seiten des Elbufers in einen kalt-nassen Himmel. Die elfenbeinernen Lichtsäulen bilden eine Art Tor über dem Hamburger Hafen.